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10.08.2026 und August 2023 - KK

E-I-fokussiert: Gesche Beerbaum

Bereits bei der Normandie-Europameisterschaft in 2023 kümmerte sich

Gesche Beerbaum

um das Wohl von CARLITOS QUIDDITCH K. In Aachen erhält sie Unterstützung von Bodil Ipsen, die im letzten Jahr in Blenheim dabei war. Zur Weltmeisterschaft gibt es ein Update für die Porträts beider Damen durch Malin Hansen-Hotopp:

„Beide [Bodil Ipsen und Gesche] zeichnet ein absolutes Vertrauen zu mir und dem Pferd aus und das wir uns alle drei so sehr kennen, dass wir auch ohne viele Worte Hand in Hand arbeiten können. Wir sind ein gutes Team und haben gute Connections untereinander. Wir sind alle total eingespielt und beide sind extrem auf das Pferdewohl aus. Sie kümmern sich total um Schimmy, so dass er zum Beispiel auch sehr viel rauskommt und grasen kann. Er muss auch auf den Turnieren viel außerhalb der Box fressen, da er bei uns Zuhause ganz, ganz viel draußen ist - und auf den Turnieren gibt es halt keine Koppel und wir müssen über diesen Weg zusehen, dass er möglichst viel Gras zu sich nimmt. Beide kennen ihn in- und auswendig und wissen, wann er was braucht - oder er zeigt es ihnen und dann laufen sie für ihn los.“

Eine persönliche Einschätzung gibt es am Ende dieser Vorstellung.

Gesche Beerbau, *1995, wohnhaft Kirchbaggendorf, da wo auch Malin wohnt


Wie bist Du zum Pferd / zum Pferdesport gekommen?

Dadurch, dass wir einen landwirtschaftlichen Betrieb haben, hatten wir auch immer Pferde. Meine Mutter ist schon geritten, dadurch ist das dann übergeschwappt. Ich habe noch zwei Brüder, die spielen aber lieber Fußball.
Welche Ausbildung hast Du gemacht?

Ich habe mein Abi gemacht, dann Landwirtschaft studiert mit Bachelor und Master und arbeite nun bei einem Saatgutzüchter in der Beratung. Dort habe ich einen vollen Job und berate die Landwirte direkt auf ihren Betrieben in Meck-Pomm.


Wie lange bist Du bereits mit Malin zusammen?

Als ich noch Ponys geritten habe, hat sie bei Freunden einen Vielseitigkeitslehrgang gegeben. Dann habe ich die Ponyzeit über mit ihr trainiert, auf dem Landwirtschaftsbetrieb von ihrem Mann den Erntehelfer gemacht und war für die Kinder ein Jahr lang als Au-Pair da. Wir kennen uns also wirklich lange und für mich sind die Hotopps wie eine zweite Familie. Wir haben ein gutes Verhältnis und daher kennen wir uns auch so in- und auswendig.


Welches war Euer erstes gemeinsames Championat?

Unser erstes Championat ist quasi hier. Dadurch, dass ich halt einen festen Job habe, ist es für mich nicht möglich, sie immer zu begleiten. Manchmal ist es auch wichtig, dass ich zuhause bleibe und wir da die Pferde alle bei Laune halten. Wenn ich es kann und schaffe, bin ich natürlich sehr gerne dabei. Für mich ist das schon eine riesen Freude, hier dabei zu sein. Malin und ich. genießen das beide total, dass wir hier sind.


Was ist besonders an Malin?

Malin hat keinen fest-angestellten Pfleger, sie macht einfach alles selbst, reitet auch selbst und geht selber mit dem Pferd hier grasen. Und auf dem Turnier ist es so, wer Zeit hat, kommt mit. Und nun freuen wir uns, dass wir mit dem Trainingslager nun schon die zweite Woche hier sind.


Und an CARLITOS QUIDDITCH K?

Er ist eigentlich sehr zufrieden mit sich selbst, er braucht gar nicht zu viel um sich herum. Er genießt es sehr, wenn er jemanden bei sich hat, auch wenn er das so gar nicht zugeben würde.


Hast Du ein Lieblingspferd?

Neben meinem natürlich den Schimmy [CARLITOS QUIDDITCH K].


Wie pflegst Du Deine Kontakte zu anderen PflegerInnen?

Dadurch, dass wir das Trainingslager zusammen hatten, kennen sich alle total gut. Das konnten wir als Team total gut leben und hatten eine richtig gute Zeit. Sonst ist es mit den Kontakten eher schwierig, der der ein oder andere ja auch noch selber reitet. Aber man sieht sich halt auf den anderen Turnieren oder vielleicht auch da, wo man selber reitet.


Was machst Du an einem Wochenende ohne Turnier?

Haha, das ist ja selten, da kann ich mich gar nicht dran erinnern. Meistens ist es dann Weihnachten oder irgendein Geburtstag oder eine Hochzeit.


Mit welchen Dingen beschäftigst Du Dich neben den Pferden?

Dadurch, dass ich einen landwirtschaftlichen Background habe, kümmere ich mich viel um die Landwirtschaft und dadurch, dass wir den Betrieb zuhause haben, den meine Eltern und mein Bruder führen, hat man auch damit viel zu tun. Da ist man viel vor Ort und hilft auch an den freien Wochenenden. Manchmal sitze ich auf dem Trecker, natürlich auf einem Fendt.


Und das sagt Malin über die langjährige Wegbegleiterin:

„Gesche hat einen wahnsinnigen Überblick über alles, sie hat die totale Übersicht und Überlegenheit in allen Dingen, die zu tun sind. Wir haben ein sehr enges Verhältnis, ich kenne Gesche, seit sie neun war. Sie war früher in allen Schulferien bei uns, jetzt lebt sie bei uns am Hof und hat ihr Pferd hier stehen. Sie ist einfach unermüdlich, hat diese krasse Übersicht und mit uns das ist total eingespielt. Wir brauchen nur wenige Worte damit es zwischen uns perfekt läuft. Wir kommunizieren ganz viel, aber wenn halt mal gerade Konzentration gefordert ist oder mal was schnelles zu organisieren ist, ist Gesche die erste,  die es blickt und dann auch alles im Griff hat - sie hat einfach immer alles im Griff wenn wir unterwegs sind.“


Ihr Einfluss auf ‚Schimmy‘:

„Ich weiß gar nicht, wie viel Einfluss sie hat, er ist ja sehr eigen. Sie begleitet ihn einfach sehr gut, auch weil sie ihn kennt, seit er bei uns ist. Sie weiß und erkennt, welche Bedürfnisse er gerade hat. Er zeigt uns, wenn er raus und draußen laufen möchte - dann geht sie mit ihm raus und wenn er Ruhe braucht, dann gibt sie ihm Ruhe. Er ist im Umgang ja gar nicht kompliziert, aber wenn er auf dem Turnier ist, hat er seinen eigenen Plan und wir haben ihn zu erfüllen - und Gesche kann den lesen. Der größte Einfluss liegt wahrscheinlich darin, dass Gesche so agiert, wie er es braucht.“

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