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7-jährige

16.10.2026 - KK

ALF PH und Ben Leuwer reiten in die Spitzengruppe / TARA VAN HET LELIEHOF und Lara de Liedekerke-Meier an der Tête

Nach 33 von 52 Startern hat bei der Weltmeisterschaft der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde TARA VAN HET LELIEHOF mit Lara de Liedekerke-Meier die Führung im CCI-3*-L übernommen. Knapp dahinter folgen CLUB CLASS und Yasmin Ingham sowie ALF PH und Ben Leuwer. Auf dem 22. Rang übernachten ELIOPE und Anna Siemer, DEENA und Jule Wewer haben aktuell die rote Laterne.

Für elf der 52 Pferde des Jahrgangs 2019 gibt es ein Wiedersehen in Le Lion. Mit dabei sind sechs der Top-10 des vergangenen Jahres, darunter die amtierende Championesse TARA VAN HET LELIEHOF (Lara de Liedekerke-Meier), der Vize-Champion RUTLAND FLAMENCO (Ian Cassells), der Bronzemedaillengewinner TYKILLEN TANGO /Hallie Coon) und auch der viertplatzierte MONBEG CONDOR (Max Warburton).

In beiden Altersklassen zusammen stehen nach den Verfassungsprüfungen 97 Pferde auf den Starterlisten. Aus dem Jahrgang 2019 werden sich 52 (Vorjahr = 70, 64 in 2024) Titel-Aspiranten messen, bei den jüngeren Pferden sind es 45 (2025 und 2024 je 44). Ein klares Übergewicht gibt es zu Gunsten der männlichen Vertreter: 29 Stuten stehen 68 Hengste und Wallache gegenüber.

Besonders stark vertreten sind mit 20 ISH-Botschaftern die Pferde aus Irland, in Frankreich sind 18 Vierbeiner registriert, davon 17 beim SF und einer bei den Anglo-Arabern. Zahlenmäßig auf dem dritten Platz (17 / 10 sechsjährige, 7 siebenjährige) rangieren die deutschen Vertreter, davon kommen 8 Pferde aus Hannover, 4 aus Holstein, je zwei aus Westfalen und von den Trakehnern, ein Pferd ist in Schleswig-Holstein/Hamburg eingetragen. Großbritannien ist 13-fach vertreten (8 x AES, 4 x SHBGB, 1 x BE/SIES), Belgien mit den ZANG- und BWP-Pferden 9 Mal, die Niederlande ist mit 5 KWPN-Pferden dabei, je drei Pferde kommen aus Italien (MASAF) und Schweden (SWB).

Von den deutschen Pferden haben 8 ihre Visitenkarten bereits beim Bundeschampionat abgegeben.

Doppelt vertreten bei den Züchtern sind
Miguel Bravo mit den beiden HHS CORNET-Nachkommen MONBEG KOBE und BELLINE BARON BARBADOS
und das
S.c.e.a. De Kergane mit KHALONEK DE KERGANE von CANTURO und JILKHANN DE KERGANE von CASO BAY.

Soweit es recherchierbar war, haben alle Le Lion-Pferde unterschiedliche Mütter, als Mutterväter haben

CANTURANO I von CANTURO,
CONTENDRO I von CONTENDER,
FAVORITAS xx von REITAR xx,
INDOOCTRO von CAPTIOL I und
MASTER IMP xx von IMPERIUS xx

zwei Einträge. Ein weiterer Mehrfach-Muttervater wird später noch in Erscheinung treten.

Da ist die Genetik auf der Hengst-Seite der Pedigrees schon deutlich weniger divers.  Als Väter dreifach aufgeführt sind

SLIGO CANDY BOY von BALOU DU ROUET x CONLEY und
TYSON von NUMERO UNO x VOLTAIRE.

Doppelt tauchen auf

ALABA von ARPEGGIO x CASSINI BOY JUNIOR,
CONDIOS von CORIANO x LANDGRAF,
HERALD 3 von HERALDIK xx x LORENZ,
HHS CORNET von CORNET OBOLENSKY  x OBOS QUALITY,
LAGANS OBOS QUALITIY von OBOS QUALITY x CAVALIER ROYALE und
UPSILON von CANTURO x FUSAN DE DEFEY.

Und dann ist da noch die Dynastie des DIAMANT DE SEMILLY. Der 1991 geborene LE TOT DE SEMILLY-Sohn aus einer ELF III-Tochter ist hier in Le Lion omnipräsent:

Einmal als direkter Vater, dazu indirekt über seine Söhne DIARADO (mit drei Nachkommen) sowie VDL LIAMANT W und NOOWANDA SEMILLY (je einmal).

Mit ihm als drittem Vater tragen acht der jungen Vielseitigkeitspferde seine Gene: Sein Enkel DIACONTINUS von DIARADO ist mit drei Pferden vertreten, doppelt ist I’M SPECIAL DE MUZE von EMERALD VAN’T RUYTERSHOF dabei und die ebenfalls von EMERALD VAN’T RUYTERSHOF abstammenden EL BARONE 111 Z und ESCAPE Z sowie MR VAIN GJ 1324 von DIARADO stellen je einen Abkömmling.

Die DIARADO-Enkel DIAMANT W VON DIGITALO W und DENVER von DINKEN (mit je einem Nachkommen) vervollständigen den Stammbaum auf der Hengst-Seite.

DIAMANT DE SEMILLY ist Vater einer der Mütter und in der nächsten Generation einmal über seinen Sohn KALASKA DE SEMILLY vertreten. Enge Verbindungen gibt es über seinen Halbbruder FLAMENCO DE SEMILLY, der mit seinem Sohn J’TAIME FLAMENCO dreifach als Muttervater in Erscheinung tritt. Eine Mutter stammt gar noch vom DIAMANT DE SEMILLY-Vater LE TOT DE SEMILLY ab.

Zu den lediglich drei Pferden, die ihr bisheriges Drei-Sterne-Dressur-Topergebnis verbessern konnten, gehört ALF PH mit Ben Leuwer im Sattel. Bis auf den 3. Platz (30,30 Punkte) führte die Reise durch die 22 Lektionen und der doppelt bewerteten Abschlussbenotung für die Harmonie zwischen Pferd und Reiter. Ganz am Anfang, direkt nach der ersten Mittellinie leuchtete auf der Videowand gar kurzzeitig die ‚1‘ auf: Das Richtertrio aus Douglas Hibbert (GBR - Richter bei C), Wiebke Hennig (E) und Virginia Tocher (NZL - M) bewertete diesen ersten Abschnitt mit ‚8 - 8 - 7‘. Insgesamt konnte das Paar vom Rodderberg jedoch in der zweiten Hälfte der Aufgabe mehr Punkte sammeln als zuvor.

ALF PH und Ben Leuwer (3. mit 30,30 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 31,30)

*2019, Hannoveraner-Wallach von ALABA aus der LADY LOTTE von LOUIS LE BON x BALDER

Züchterin und Besitzerin: Katrin Ackermans-Voelkel, Rheurdt

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,80%  -  M: 68,00%  -  E: 70,20%

„Die ziehe ich nicht mehr aus, die begleiten mich jetzt schon eineinhalb“ unkte Ben Leuwer nach dem Ritt über seine besonders glänzenden Dressurstiefel.

„Er hat heute sein bestes Drei-Sterne-Ergebnis gebracht, hat gezeigt, was er so kann. Sicherlich, da sind noch ganz, ganz viele Sachen zu verbessern, aber erstmal sind wir heute richtig happy. Die Idee, hier nach Le Lion zu fahren, war schon im Winter da. Wir konnten dennoch die Saison frei gestalten, den Rhythmus genau einhalten. Er ist wirklich sehr regelmäßig Turniere gegangen, ich denke, so sieben oder acht waren es schon. Was aber besonders wertvoll war, er hat viele anspruchsvolle Reisen mitgemacht. Er war zwei Mal mit in Frankreich, ist hügelige Kurse gelaufen und darüber hat sich das so entwickelt. Er hat sich immer mehr reingearbeitet, dieser Ausdaueraspekt wurde immer besser - und dann kam die Idee, dass man sich nicht nur qualifiziert, sondern auch fährt.“

Noch einmal Ben zur Dressur: „Wir haben die letzte Woche wirklich akribisch Dressur gemacht, Pia und ich zusammen. Wir waren die letzten Tage konzentrierter, hatten den Fokus auf der Dressur und das war heute der Unterschied. In der Arena wurde er dann doch so eine Idee nervöser, war tendenziell zu leicht an der Hand. Aber trotzdem, das waren Abweichungen, die waren im normalen Maß, 

da war er draußen nicht viel anders als drinnen. Über das Jahr ist seine Anlehnung viel besser geworden, er war häufig einfach noch zu lang und jetzt kommt da doch ein bisschen mehr Aufrichtung rein, ein bisschen mehr Tragkraft und Versammlung rein.

Für die halbe Traversale nach links wurden zunächst ‚7 - 3,5 - 7‘ veröffentlicht. Darauf angesprochen überlegte Ben nur ganz kurz: „Gefühlt bin eher bei der ‚7‘, ‚3,5‘ ist ja fast wie keine Traversale.“ Später wurde die Benotung auf ‚7 - 7,5 - 7‘ korrigiert.

Sein Ausblick: „Für Samstag habe ich in erster Linie Vorfreude. Ich bin total gespannt, was er daraus macht. Ich bin hier noch nie geritten, deshalb weiß ich gar nicht, wie es sich anfühlt. Die Aufgaben einzeln finde ich alle in Ordnung, es ist dann das Kollektiv aus der Gesamtanforderung, auch mit den 9:05 Minuten Optimalzeit. Ich hoffe, dass er am Ende noch eine zweite und vielleicht dritte Luft findet. Der Trainingseindruck war auf jeden Fall so. Wir sind bis hierhin bestmöglich vorbereitet, aber ich glaube nicht, dass wir jetzt schon in der Lage sind, in die Zeit zu reiten - vielleicht reicht es ganz am Ende für eine Platzierung.“

„Es ist schön hier - oder“ lächelte Anna Siemer nach ihrem Ritt quasi ins Mikrofon. „Ich habe gestern mal versucht zu zählen, ich glaube ich bin jetzt das zehnte Mal hier.“ Ziemlich gut geschätzt: Nach der FEI-Datenbank ist es der achte Start bei sieben Veranstaltungen. „Es waren immer unterschiedliche Pferde und viele von ihnen sind dann später auch tatsächlich Vier-Sterne-Pferde geworden. Es ist hier so die erste große Bühne für die jungen Pferde.“

Dieses Jahr also der Auftritt mit der estnischen Stute ELIOPE (22. mit 35,80 Punkten): „Sie ging schon deutlich besser auf dem Turnier, hat schon Dressuren mit 31 und 32 Punkten auf Drei-Sterne-Niveau abgeliefert. Aber dafür, dass sie noch nie in so einem Stadion war, hat sie sich richtig, richtig gut konzentriert. Das hatten wir Anfang des Jahres gar nicht so, da hat sie sich noch eigene Lektionen ausgedacht oder auch Grundgangarten weggelassen. Schade war es heute mit den einfachen Wechseln, das war sehr ärgerlich, aber für sie sind das keine einfachen Wechsel, das sind schon schwierige Wechsel. Dafür hat sie heute mal still gestanden, leider nicht ganz geschlossen, aber sehr still. Sie hat beide Schritttouren richtig gut gemacht, sie waren wirklich sicher und darauf können wir aufbauen.“

Schweißgebadet, als hätte sie mehrere Einheiten direkt hintereinander im Gym durchgezogen kam Jule Wewer aus dem Dressurviereck heraus. „Da steckt auf jeden Fall viel Management in dieser einen Aufgabe, für diesen Dressurtag. Wir wissen, dass es ihr im Viereck noch schwerfällt, auch wenn sie bemüht ist, alles richtig machen zu wollen. Wir haben große Hoffnungen in die neue Saison, uns fehlt einfach noch ein Winter, um wirklich diese Gelassenheit hereinzubringen. Wir können das schon gut zuhause, wir können das schon auf dem Abreiteplatz, es geht auch schon mal auf kleineren Turnieren, wir können es aber noch nicht hier im Stadion“ resümierte sie ihre Zeit mit DEENA (33. mit 43 Punkten).

„Es ist eine Herkulesaufgabe, wir haben sehr intensiv jetzt vorher Dressurarbeit geleistet, haben auch das Training nochmal umgestellt. Es ist hier ein Championat und wir hatten ein bisschen Hoffnung, dass wir vielleicht ihre Nerven noch ein bisschen besser in den Zaum kriegen, aber es hat heute noch nicht geklappt. Wir sind aber hauptsächlich hier, weil wir ein sehr, sehr gutes Gelände- und Springpferd haben  und deshalb ist sie auch zurecht hier und mit etwas mehr Gelassenheit werden wir auch irgendwann in der Dressur weiter vorne landen.“

ELIOPE und Anna Siemer (22. mit 35,80 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 31,90)

*2019, ESH-Stute von CHROMAS aus der EUTERPE von PROSPERO x PALLADIUM

Züchter: Andres Kiive, Estland
Besitzer: Reitsport und Pferdezucht Klüter

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 64,40%  -  M: 63,00%  -  E: 65,20%

DEENA 3 und Jule Wewer (33. mit 43 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 42,60)

*2019, Hannoveraner-Stute von DIARADO aus der CYNTIA von CONTENDRO I x FRAPPANT

Züchter: Stefan Aust, Armstorf
Besitzer: Jasper Düx

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 56,20%  -  M: 57,60%  -  E: 57,20%

TARA VAN HET LELIEHOF und Lara de Liedekerke-Meier (BEL - 1. mit 28,60 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 28,20)

*2019, BWP-Stute von PEGASE VAN'T RUYTERSHOF aus der BONITA VAN HET LELIEHOF von MAJOR DE LA COUR x SIRE NOR MAND

Züchter: Stal het Leliehof
Besitzerin: Sofie Vereenooghe

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 71,40%  -  H: 67,80%  -  B: 75,00%

CLUB CLASS und Yasmin Ingham (GBR - 2. mit 29,90 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 25,30)

*2019, SHBGB-Wallach von DIARADO aus der ANNIE CLOVER von NEWMARKET VENTURE x CLOVER HILL

Besitzerinnen: Deidre Johnston, Jane Knight, Milnes Coates und Mary Tweddle

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 73,00%  -  M: 64,60%  -  E: 72,60%

JUSTE UNETOILE und Thomas Carlile (FRA - 4. mit 30,50 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 24,80)

*2019, SF-Stute von UPSILON aus der UNETOILE DE LA SERRE von QUAPRICE BOIS MARGOT x PALADIN DES IFS

Züchterin: Carole Sans, Frankreich
Besitzer: Carole Sans und Georges Riccio

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,80%  -  M: 66,60%  -  E: 71,20%

Auf Grund des Anna Siemer-Interviews hier noch einmal die Aufnahme aus 2025

CAMBEL und Heloise Le Guern (FRA - 5. mit 31,80 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 30,40)

*2019, Westfalen-Wallach von CAROLY aus der CHARLOTTA VAN ADEL von CANTURANO I x LANDADEL

Züchter: Julius-Lucca Meyer
Besitzerinnen: Benedicte & Heloise le Guern

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 67,00%  -  M: 68,20%  -  E: 69,40%

Auf den weiteren Plätzen rangieren nach dem ersten Dressurtag:

EARL DORADO und Max Warburton (GBR - 6. mit 32,50 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 25,20)
TYSONS UPTO TRIX und Lizzie Baugh (GBR - 6. mit 32,50 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 29,70)
ONE FOR THE ROAD und Hector Payne (GBR - 8. mit 32,80 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 31,20)
OTIS POMONA und Alvar Sala Alonso (ESP - 8. mit 32,80 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 32,60)
RUTLAND FLAMENCO und Ian Cassells (IRL - 10. mit 32,90 Punkten / 3*-Best vor Le Lion = 30,10)

Morgen starten aus dem deutschen Lager um

15:00 Uhr ARCHIE CC / Caro Hoffrichter
15:30 Uhr HEHO DENNIS / Christin Schulz

Alle Ergebnisse hat Worldsporttiming:

https://results.worldsporttiming.com/2026/mondial-du-lion

Sie haben das Ende der aktuellen Berichterstattung erreicht  -  danke für Ihr Interesse!

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