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18.10.2026 - KK

ACSI DAISY DYNAMITE ist die neue Weltmeisterin der 6-jährigen Vielseitigkeitspferde

Mit einer fehlerfreien Parcoursrunde haben ACSI DAISY DYNAMITE und Ann-Catrin Bierlein das CCI-2*-L in Le Lion gewonnen und die westfälischen Schimmelstute ist die neue Championesse der Nachwuchseventer. Die Silbermedaille sichern sich KOSMIC D ELBE und Robin Godel, Bronze geht an MONBEG KOBE und Kevin McNab. Nach zwei Abwürfen beenden BERLIOZ TSF und Sven Lux ihren Frankreich-Trip auf dem 25. Platz.

Ein bis zum zweiten Sprung des letzten Rittes offenes Titelrennen, eine durcheinander gewirbelte Top-10, ein Overnight-Leader, der noch aus der Platzierung herausgesprungen ist und von Rang 19 ging es noch hinein in diesen elitären Klub - es war allenthalben ein spannender Finaltag des Championats für die sechsjährigen Nachwuchsstars in Le Lion. Lediglich  einen Abwurf betrug der Abstand von der Tête bis zum letzten Preisgeldrang nach dem Gelände.

Der Sonntagmorgen brachte keine Veränderung, alle 40 Pferden passierten den Vet-Check und traten anschließend zum Springen an. Um 11 Uhr eröffneten der Holsteiner CASCARITAS mit dem Tschechen Miroslav Trunda im Sattel den Reigen und rehabilitierten sich nach dem Cross-Tag mit zwei Stopps: Ohne Hindernisfehler, lediglich zwei Strafpunkte für die Zeitüberschreitung. Das irische Duo Sarah Ennis / LADY SKY M zeigte direkt anschließend, wie es komplett richtig gemacht wird: Doppel-Null über alle elf Hindernisse.

Eine kleine, OK, ganz kleine Chance auf den Titel hatten vor ihrem Start BERLIOZ TSF / Sven Lux (25. / 41,40 Punkte) mit lediglich 2,20 Punkten Rückstand auf den Platz an der Sonne. Doch schon am zweiten Hindernis, der blauen Mauer, schob BERLIOZ einen der weißen Deckkästen in den hellen Sand; ein weiterer Abwurf folgte und einige Zeitfehler kamen oben drauf. „Ich bin im Moment natürlich etwas enttäuscht“ hatte Sven den gestrigen Glanz in den Augen verloren. „Bei der Mauer dachte ich, dass er dort einfach mehr Respekt zeigen würde, aber manchmal kommt es einfach so. Dafür hat er einige andere Sprünge ganz toll gemacht und er bleibt ein gutes Pferd. Insgesamt hat er an diesem Wochenende hier sehr viel gelernt und wir werden jetzt im Winter weiter arbeiten - und hoffentlich im nächsten Jahr hier wieder antreten können.“

Ein Ausrufezeichen setzten MONBEG KOBE / Kevin McNab, die nach dem Gelände auf dem siebten Platz übernachteten und mit 0,40 Punkten aus dem Parcours herausritten. Am Ende sollte es der Bronzerang mit 31,40 Punkten werden. Mit dem identischen Ergebnissen im Cross und Parcours meisterten KOSMIC D ELBE / Robin Godel die Anforderungen der letzten beiden Tage. Ihr Vorteil: 30,90 Punkte statt 31 Punkte in der Dressur und in der Endabrechnung mit 31,30 Punkten der Silberrang. Vom vierten Platz galoppierten WLS RAVENSCOURT / Caroline Powell über die Startlinie - und kamen mit zwei Extrasekunden im Ziel an. Punktgleichheit mit MONBEG KOBE, auch die identische Dressurbewertung, aber im Cross drei Sekunden oberhalb der Bestzeit und damit in der Rangierung hinten dran. Edelmetall vor Augen hatten im Anschluss HERAKLES / Lara de Liedekerke-Meier. Ein Abwurf ließen aus dem möglichen Platz auf dem Podium eine Reisekostenunterstützung von 300 € für den neunten Platz (33,80 Punkte) werden.

Da waren es nur noch zwei. ACSI DAISY DYNAMITE / Ann-Catrin Bierlein hatten vor dem Start eine kleine Diskussion: „Ich wollte anhalten und ihr die Mauer zeigen, aber sie wollte einfach nur loslegen. Das hatte sie auch draußen auf dem Abreiteplatz nach einer Schrittpause. Sie hat da einfach ihren eigenen Kopf und manchmal wird daraus so ein kleiner Pubertätsanfall.“ Als der Gang einmal drin war, gab es kein Halten mehr. Es war sogar Zeit, in der fast 270°-Wendung auf die letzte Linie mit dem blauen Oxer (auf dem Bild in der Galerie), der zweifachen Kombination und dem Schlusssprung weit auszuholen. Holzkontakt an beiden Elementen der Zweifachen, dann eine gute Distanz zum letzten Sprung - passt und mit 66 Sekunden -67 waren erlaubt- die Uhr gestoppt. Beide hatten ihren Job gemacht, der Silberplatz war sicher, über den Rest entschieden dann andere.

Als letztes Paar also PASSOA / Patrick Verbakel, der 60-jährige Niederländer und der Wallach aus der eigenen Zucht. Für sie zusammen sollte es der erste gemeinsame Sieg in einer internationalen Vielseitigkeit werden, WM hin oder her. Aber wie eine Seifenblase platzte das Unterfangen bereits am zweiten Sprung, die Mauerkrone sah hinterher etwas lädiert aus - und in diesem Moment war der Titel bei ACSI DAISY DYNAMITE. Ein weiterer Abwurf und Zeitfehler addierten sich, so dass es bis auf den 16. Platz hinab ging.


We proudly present - Die Weltmeisterin der 2020 geborenen Vielseitigkeitspferde:

ACSI DAISY DYNAMITE mit Ann-Catrin Bierlein (1. mit 29,40 Punkten)

*2020, Westfalen-Stute von DIACONTINUS aus der CAMILLA 123 von CASALL x POLYDOR

Züchter und Besitzer: Dr. Rolf Wilcken

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 29,40 Punkte
Doppel-Null im Cross und im Parcours

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
1 Platz nach oben

BERLIOZ TSF und Sven Lux (25. mit 41,40 Punkten)


*2020, Trakehner-Hengst von ZAUBERDEYK aus der BERLINALE 6 von HEUBERGER x SUCHARD

Züchterin: Monika Mittermayer
Besitzer: Haupt- und Landgestüt Marbach

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 31 Punkte
Gelände: 0Punkte
Springen: 10,40 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
18 Plätze nach unten

Der Gewinner der Silbermedaille:

KOSMIC D ELBE mit Robin Godel (SUI - 2. mit 31,30 Punkten)

*2020, SF-Wallach von CONTENDRO H aus der SKALIA DE LOJOU von CALETTO III x GALOUBET A

Züchter: Georges Dufossez
Besitzer: Nicolas Caron
Die Einzelergebnisse:
Dressur: 30,90 Punkte
Gelände: 0 Punkte
Springen: 0,40 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
3 Plätze nach oben


Der Gewinner der Bronzemedaille:

MONBEG KOBE mit Kevin McNab (AUS - 3. mit 31,40 Punkten)

*2020, ISH-Hengst von HHS CORNET aus der HHS BLACK BEAUTY von CLINTORD

Züchter: Miguel Bravo
Besitzerin: Valentine Tourres

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 31 Punkte
Gelände: 0 Punkte
Springen: 0,40 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final)
4 Plätze nach oben

HERAKLES und Lara de Liedekerke-Meier (BEL - 9. mit 33,80 Punkten)

*2020, Hannoveraner-Wallach von HERALD 3 aus der CIBELES von CHECK IN x RAMIRO'S SON II

Züchterin: Cristina Sendagorta, Spanien
Besitzer: Santillana Paddocks S. L.

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 29,80 Punkte
Gelände: 0 Punkte
Springen: 4 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
5 Plätze nach unten

CONCERT MARCH und Nadja Minder (SUI - 11. mit 36,40 Punkten)

*2020, Holsteiner Wallach von CONTHARGOS aus der U-QUILANE DU ROUET von BALOUBET DU ROUET x DOLLAR DU MURIER

Züchterin: March Stud Ltd.
Besitzer: Concert March Syndicate und Nadja Minder

Die Einzelergebnisse:
Dressur: 34,80 Punkte
Gelände: 0 Punkte
Springen: 1,60 Punkte

Veränderung im Ranking (Dressur zu final):
12 Plätze nach oben


„Keine Worte“ kämpfte Ann-Catrin Bierlein wenige Momente nach ihrem Triumph mit den Emotionen. „Ich kann es noch nicht glauben, im Leben hätte ich nicht gedacht, dass es zum Titel reicht. Sie hat das ganze Wochenende übelst abgeliefert und man hat ja am Anfang der Springrunde gesehen, wie schwierig sie sein kann. Sie ist schlau genug, vorsichtig genug und sprang draußen schon sehr gut. Sie wollte heute wirklich keinen Fehler machen. Sie hat dieses, wie im Tunnel zu sein. Das habe ich bei einem jungen Pferd so noch nie gespürt. Das ist wie mit einem Schalter, den man umlegt und dann ist sie komplett da und das macht sie schon sehr besonders.“ Just in dem Moment unterbrach Rodolphe Scherer das Gespräch, reichte Ann-Catrin sein Telefon: Peter Thomsen hatte das Finale am Bildschirm verfolgt und wollte unbedingt gratulieren.

Zur besten Mittagszeit folgte dann die dritte Pressekonferenz in drei Tagen für Ann-Catrin. Sie war mit Freude dabei.

Neben den bereits erwähnten Paaren und einem weiteren deutschen Pferd in der Bildergalerie vervollständigen diese Teilnehmer die Platzierungsränge:

BARRINGTON CANDY KID und Jack Pinkney (GBR - 5. mit 31,80 Punkten)

AURA OF GOLD und Aminda Ingulfson (SWE - 6. mit 32,90 Punkten)

KOVU DE BELLE CROIX und Nicolas Touzaint (FRA - 7. mit 32,90 Punkten)

GREANNANSTOWN SARAHS LADY und Holly Woodhead (GBR - 8. mit 33,70 Punkten)


DAISY DYNAMITE ist das einzige Pferd aus der gestrigen Top-10, das heute mit weißer Weste über die Ziellinie galoppierte. Insgesamt beendeten fünf Pferde dieses CCI-2*-L mit ihrem Dressurergebnis, 40 von 45 in der Wertung. Nach einem Jahr Pause ist damit wieder ein deutsches Pferd an der Spitze der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde, seit 2020 ist es in dieser Altersklasse nunmehr der vierte Triumph der deutschen Züchter hier in Le Lion-d’Angers.

Die kompletten Ergebnisse hat Worldsporttiming:

https://results.worldsporttiming.com/2026/mondial-du-lion



6-jährige

17.10.2026 - KK

ACSI DAISY DYNAMITE und Ann-Catrin Bierlein weiterhin auf Medaillenkurs

Ihre Führung in der Championatswertung der 6-jährigen Vielseitigkeitspferde haben PASSOA und Patrick Verbakel im Gelände von Le Lion verteidigen können, ACSI DAISY DYNAMITE und Ann-Catrin Bierlein belegen nun alleine den zweiten Platz vor HERAKLES und Lara de Liedekerke-Meier, WLS RAVENSCOURT und Caroline Powell beenden den Samstag auf dem vierten Rang. Mit dem neunten Platz bleiben BERLIOZ TSF und Sven Lux in den Top-10, CODERO und Andreas Dibowski sind nach einem Sturz ausgeschieden.

Es war ein Volksfestsamstag im Anjou. Nach unbestätigten Informationen sollen in diesem Jahr etwa 45.000 Menschen die Geländeprüfung auf der Isle Briand besucht haben. Bereits früh am Morgen waren die Zufahrtsstraßen extrem überfüllt. Wohl dem, der Bürgermeister oder Kreisdirektor oder was auch immer ist: Der Chauffeur seiner Limousine schaltete Blaulicht und Martinshorn ein - und weiter ging es über den Standstreifen, vorbei an dem wartenden gemeinen Volk. Der Veranstalter sprach am Abend lediglich von einer „schwierigen Verkehrslage“. Wer es denn dann auf das Gelände geschafft hatte, der wurde sogleich mit Party-Volksmusik der Marching Band empfangen. Die Stimmung brachte am Abend Hector Payne (Runner-Up bei den siebenjährigen Pferden) sehr gut auf den Punkt: „Ich muss wohl Franzose werden. Während des Warm-Ups, habe ich mitbekommen, wie Alexis [Goury] ins Ziel kam – es war, als wäre man in einem Fußballstadion! Das Publikum hier ist unglaublich!“


„Ich hatte noch nie zwei Pressekonferenzen hintereinander“ lachte Ann-Catrin Bierlein am Abend, nachdem sie erneut vor der Journaille über ihren Tag mit ACSI DAISY DYNAMITE (2. mit 29,40 Punkten) berichtet hatte. Auf die Frage nach dem eventuellen dritten Auftritt: „Ich würde mich freuen, wenn ich morgen wieder hier sein dürfte. Es wäre sehr surreal, aber sehr schön.“

ACSI DAISY DYNAMITE und Ann-Catrin Bierlein (2. mit 29,40 Punkten)

*2020, Westfalen-Stute von DIACONTINUS aus der CAMILLA 123 von CASALL x POLYDOR

Züchter und Besitzer: Dr. Rolf Wilcken

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 29,40 Punkte
Hindernisse: 0 Punktezusätzlich im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

ohne Veränderung im Ranking

Zum sportlichen Teil des Tages: „Ich wusste ja, dass sie ein gutes Geländepferd ist. Die letzten Tage war sie schon ein bisschen aufgeregt, da hat meine Mama uns immer zu den Abreiteplätzen begleitet. Aber heute kam sie aus dem Stall mit der Einstellung, ich weiß doch eh, was jetzt passiert, warum brauche ich Begleitung, ich lauf schon mal vorweg. Sie war heute sehr von Anfang an gut drauf und sehr souverän. Wäre ich nicht bei der Geburt dabei gewesen und wüsste nicht, dass sie erst sechs Jahre alt ist, würde ich es hinterfragen und nachforschen, ob sie nicht schon zwei Jahre älter ist, weil sie ihren Job so gut gemacht hat. Wegen der vielen Zuschauer habe ich die ersten Sprünge mit einem Galoppsprung mehr angeritten - und das hat sie ein bisschen geärgert, so nach dem Motto, lass mich doch, ich kann’s doch. Sie guckt nach Rot und Weiß und springt dann einfach rüber, egal ob Wasser, Graben, bunter Sprung, nicht bunter Sprung, Hecke. Dieses Pferd hat irgendwie diesen Job echt verstanden und es hat sehr viel Spaß gemacht. Das ist so ein bisschen, ich lenk‘ sie hin und sie springt rüber und macht das auch noch gut, einfach ein ziemlich cooles Pferd.“

„Ich hatte die Stute vorher nie gesehen, aber viel Gutes von ihr gehört“ freute sich am Abend Rodolphe Scherer über die Leistung von DAISY DYNAMITE. „Heute im Gelände war sich richtig gut. Sie war schnell unterwegs, zeigte an den Sprüngen viel Qualität und ist für die Zukunft ein wirkliches interessantes Pferd. Vorhin haben wir die Pferde noch einmal traben lassen, da war sie sehr frisch und tanzte schon wieder herum. Morgen ist sicherlich ein neuer Tag, aber 

von den Momenten heute bin ich schon enthusiastisch.“

Da war noch die doppelte Rangierung auf dem zweiten Platz nach der Dressur: „Was schon geholfen hat, war, dass Caroline Powell vor mir ins Ziel kam und drei Sekunden Zeitüberschreitung hatte. Alle haben gesagt, du musst so nah wie möglich an die Bestzeit reiten, weil das quasi entscheidend wäre, wenn wir beide morgen fehlerfrei bleiben. Ich kann mir vorstellen, dass der Franzose [Alexis Goury] das bei den siebenjährigen auch so probiert hat und dann bist du halt auch mal schnell zwei Sekunden drüber. Dadurch, dass Caroline eben diese drei Sekunden hatte, wusste ich, ich muss ‚nur‘ Null und in die Zeit reiten.“

Ein glückliches Pferd: „Es gibt eine Kameraeinstellung vom Zieleinlauf, das ich mir schon zehn Mal angeguckt habe, weil dieses Pferd einfach so happy aussieht, so fröhlich aussieht. Sie hat sich da angefühlt, als wolle sie umdrehen, zum Start gehen und das ganze noch einmal machen.“

Mit 8:41 Minuten stoppte das Paar aus Warendorf locker mit sechs Sekunden Reserve den Chronometer und hat den aktuell zweiten Platz nun für sich allein. Der Rückstand auf PASSOA / Patrick Verbakel hat sich ob derer zwei Extrasekunden halbiert. Eine fehlerfreie Runde von ACSI DAISY DYNAMITE / Ann-Catrin Bierlein im Springparcours unterstellt, fehlen für den Titel weitere zwei Sekunden. In die andere Richtung beträgt die Reserve gegenüber HERAKLES / Lara de Liedekerke-Meier lediglich eine Sekunde. Die Abstände auf den vorderen Rängen sind so eng, dass im unglücklichsten Fall bereits ein Abwurf das niederländische Paar vom jetzt ersten auf den zwölften Platz katapultieren kann.


BERLIOZ TSF und Sven Lux (9. mit 31 Punkten)

*2020, Trakehner-Hengst von ZAUBERDEYK aus der BERLINALE 6 von HEUBERGER x SUCHARD

Züchterin: Monika Mittermayer
Besitzer: Haupt- und Landgestüt Marbach

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 31 Punkte
Hindernisse: 0 Punktezusätzlich im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

Veränderung im Ranking:

2 Plätze nach unten

„Das war einfach eine fantastische Runde, es war ein unglaubliches Gefühl. Er ist so leicht am galoppieren, hat immer die Ohren vorne gehabt, war immer bergauf. Alles kam uns einfach so flüssig entgegen“ schwärmte am späten Nachmittag Sven Lux von seiner Le Lion-Geländerunde mit BERLIOZ TSF (9. mit 31 Punkten). „Das hat heute unheimlich viel Spaß gemacht. Da, wo ich ihn etwas aufnehmen musste, reagierte er super, kam schön zurück und ist trotzdem an jedem Sprung richtig nach vorne gesprungen. In der ersten Kombination hatte ich noch so einen kleinen fünften Galoppsprung dabei. Den wollte ich eigentlich nicht haben, wollte ihn aber nicht gleich in der ersten Kombination zu sehr überreiten. Da wusste ich dann aber auch gleich, wie ich die nächsten Kombinationen angehen muss, schauen, dass ich über den ersten noch flüssiger reinkomme - und das hat hintenheraus alles super geklappt. Im ersten Wasser ist er in der Wendung zu B so ein kleines bisschen weggerutscht, aber er war damit ein bisschen aufgeweckt und sprang super ins Wasser rein und auch super hinten raus. Heute Morgen bin ich das Gelände nochmal abgegangen und dachte, der Boden fühlt sich ein bisschen weich an, aber am Ende war er perfekt. Die Pferde sind so super galoppiert, man hat nirgendwo eine tiefe oder weiche Stelle gehabt. Er ist super-fit ins Ziel gekommen, die Atmung und Herzfrequenz waren super schnell wieder unten und vom Gefühl her hätten wir locker noch zwei, drei Minuten länger galoppieren können. Da hat unser Konditionstraining mit den Bergen zuhause super gewirkt, das ist echt ein Vorteil.“

Diese Fitness hat BERLIOZ und Sven im Ranking allerdings zwei Plätze gekostet: Nach der Dressur rangierten sie zusammen mit 

MONBEG KOBE / Kevin McNab, UCORONA / Anni Huovinen und BARRINGTON CANDY KID / Jack Pinkney auf dem siebten Platz. Alle vier meisterten den Kurs fehlerfrei, alle kamen innerhalb der 8:47 Minuten-Bestzeit ins Ziel. Hinter den 31 Dressurpunkten verbergen sich bei BARRINGTON CANDY KID 68,97%, bei den anderen jeweils 69,05%. Damit blieb für BARRINGTON CANDY KID der zehnte Platz. Aus dem verbliebenen Trio kam MONBEG KOBE mit 8:44 Minuten „lediglich“ drei Sekunden zu schnell ins Ziel - 7. Platz. UCORONA hatte am Ende acht, BERLIOZ sogar 21 Sekunden Reserve zur Optimalzeit.

„Von Sven und BERLIOZ hatte ich ein Video aus Strzegom gesehen, da hatte er eine gute Geländerunde. Heute war er toll auf der Linie, war schnell unterwegs, da hat Sven sogar ein bisschen vergessen, die Zeit besser zu managen. Jetzt muss er sich aufs Springen konzentrieren und dann sehen wir, ob er sich über das Tempo ärgern muss“ fasste Rodolphe Scherer die Geländerunde mit einem Augenzwinkern zusammen.


Sie waren knapp acht Minuten gut unterwegs, hatten den Absprung vom Dach gemeistert, vor CODERO und Andreas Dibowski lagen noch zwei Kombinationen und der eine Sprung unmittelbar vor dem Zielbogen. Doch an dieser vorletzten Kombination mit den beiden Schnecken (in der Bildergalerie bei CAPTURE zu sehen) passte nach der Aussage von Rodolphe Scherer die Distanz nicht ganz, CODERO machte am ersten Element einen kleinen Galoppsprung dazu und strauchelte dann, Reiter und Pferd trennten sich, es kam zum Sturz. Sehr schnell tönte aus den Lautsprechern, dass dem Pferd nichts passiert sei. Etwas später dann die Info, dass es auch Andreas gut ginge. Für etwa zehn Minuten wurde die Prüfung dennoch unterbrochen. Noch einmal Rodolphe Scherer: „Andreas wurde ins Hospital gebracht und nach der Röntgenaufnahme soll es wohl ein Bruch an Becken oder Hüfte sein, er wird aber noch weiter untersucht.“


CODERO und Andreas Dibowski

*2020, Holsteiner von CORFU DE LA VIE aus der SUNFLOWER G von ROCADERO x SACRAMENTO SONG xx

Züchter: Thorsten Groeneveld
Besitzer: Britta & Christian Frenzel, Franziska Slytermann von  Langeweile, Cornelia & Thorsten von Bloh, Christian Frenzel und Andreas Dibowski

Da war die Welt noch in Ordnung > CODERO und Dibo sicher an Hindernis 9

PASSOA und Patrick Verbakel (NED - 1. mit 28,80 Punkten)

*2020, KWPN-Wallach von VDL LIAMANT W aus der LADYBURN von FREEMAN VDL x ZORTIN

Züchter: P.J.M. Verbakel
Besitzer: Lianne & Patrick Verbakel

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 28 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit: 2 Sekunden ≙ 0,80 Punkte

ohne Veränderung im Ranking

HERAKLES und Lara de Liedekerke-Meier (BEL - 3. mit 29,80 Punkten)

*2020, Hannoveraner-Wallach von HERALD 3 aus der CIBELES von CHECK IN x RAMIRO'S SON II

Züchterin: Cristina Sendagorta, Spanien
Besitzer: Santillana Paddocks S. L.

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 29,80 Punkte
Hindernisse: 0 Punktezusätzlich benötigte Zeit: 0 Sekunden ≙ 0 Punkte

Veränderung im Ranking:
1 Platz nach oben


„Mein Pferd lernt von solchen Auftritten - und vielleicht können wir schon im nächsten Jahr ein bisschen schneller reiten“ nahm Patrick Verbakel die zwei zusätzlichen Geländesekunden mit PASSOA (Overnight-Leader mit 28,80 Punkten) recht locker. Locker will er auch in den Sonntag gehen, schließlich sei sein Pferd „ein guter Springer“ - in drei von vier 2*-Parcoursrunden blieben alle Stangen in den Auflagen.

Auf den dritten Platz vorgerückt sind HERAKLES und Lara de Liedekerke-Meier (29,80 Punkte). Der in Hannover eingetragene braune Wallach entstammt einer sehr sportlichen Familie: Mit der Mutter CIBELES ritt Züchterin Cristina Pinedo Sendagorta international bis 135-Springen. Ein Halbbruder der CIBELES ist WINDSOR H, 4*-Sieger, EM- und WM-Teilnehmer sowie Le Lion-Absolvent mit Maria Pinedo Sendagorta, ein weiterer ist LANZELOTT, der mit Elmar Lesch 3*-S gewonnen hat und bis 4*-L hochplatziert war.


WLS RAVENSCOURT und Caroline Powell (NZL - 4. mit 30,60 Punkten)

*2020, ISH-Wallach von CRISTO 5 aus der EBONY A. S. von SORENTO x JAZZ

Züchterin: Gwendoline Kinsella
Besitzer: Mann Chris

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 29,40 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit: 3 Sekunden ≙ 1,20 Punkte

Veränderung im Ranking:
2 Plätze nach unten

KOSMIC D ELBE und Robin Godel (SUI - 5. mit 30,90 Punkten)

*2020, SF-Wallach von CONTENDRO H aus der SKALIA DE LOJOU von CALETTO III x GALOUBET A

Züchter: Georges Dufossez
Besitzer: Nicolas Caron

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 30,90 Punkte
Hindernisse: 0 Punktezusätzlich benötigte Zeit: 0 Sekunden ≙ 0 Punkte

ohne Veränderung im Ranking

DIACONTINA C&T Z und Jarno Verwimp (BEL - 6. mit 30,90 Punkten)

*2020, ZANG-Stute von DIACONTINUS aus der BIEKE VAN'T BOSCHVELD von CODEX x CAMUS

Züchter: T. van der Plas und C. Kreutziger
Besitzer: Jarno Verwimp

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 30,90 Punkte
Hindernisse: 0 Punktezusätzlich benötigte Zeit: 0 Sekunden ≙ 0 Punkte

Veränderung im Ranking:
1 Platz nach unten


MONBEG KOBE und Kevin McNab (AUS - 7. mit 31 Punkten)

*2020, ISH-Wallach von HHS CORNET aus der HHS BLACK BEAUTY von CLINTORD

Züchter: Miguel Bravo
Besitzerin: Valentine Tourres

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 31 Punkte
im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

ohne Veränderung im Ranking

UCORONA und Anni Huovinen (FIN - 8. mit 31 Punkten)

*2020, BWP-Wallach von H-EKWADOR aus der MAGNOLIA LS von MONTEBELLO LA SILLA x ISENG

Züchter: Amelia & Victor Donckers
Besitzer: Carl M. Bouckaert

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 31 Punkte
im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
1 Platz nach unten

BARRINGTON CANDY KID und Jack Pinkney (GBR - 10. mit 31 Punkten)

*2020, ISH-Wallach von SLIGO CANDY BOY aus der COOLCOM ELLA von SHANNONDALE SARCO ST GHYVAN

Züchter: Thomas McNulty
Besitzer: Johnny Hornby

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 31 Punkte
im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
3 Plätze nach unten


LOCKED IN K und Mikko Moisala (FIN - 17. mit 34,30 Punkten)

*2020, Hannoveraner-Wallach von KARAJAN aus der CALANDRA von CONTENDRO I x LANDADEL

Züchter: Thomas Ahrens
Besitzer: Katri Moisala und Vetrico Oy

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 34,30 Punkte
im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
3 Plätze nach oben

CONCERT MARCH und Nadja Minder (SUI - 19. mit 34,80 Punkten)

*2020, Holsteiner-Wallach von CONTHARGOS aus der U-QUILANE DU ROUET von BALOUBET DU ROUET x DOLLAR DU MURIER

Züchterin: March Stud Ltd.
Besitzer: Concert March Syndicate und Nadja Minder

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 34,80 Punkte
im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
4 Plätze nach oben

CAPTURE 2 und Jasmine Fordham (AUS - 21. mit 36,30 Punkten)

*2020, Hannoveraner  von CLARIMO aus der QUINTINE von QUINTENDER x CHASSEUR

Züchter: Gerald Wiese
Besitzerin: Jasmine Fordham

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 36,30 Punkte
im Gelände fehlerfrei innerhalb der Bestzeit

Veränderung im Ranking:
8 Plätze nach oben


ISSELHOOK'S FEDERATION TSF und Daniel Dunst (AUT - 34. mit 46,90 Punkten)

*2020, Trakehner Wallach von FIDELIO DU DONJON aus der FEUDALE von ABENDTANZ x SIXTUS

Züchter: Siegried Lask
Besitzerinnen: Ines Dollenz und Michaela Grimm

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 38,50 Punkte
Hindernisse: 0 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit: 21 Sekunden ≙ 8,40 Punkte

Veränderung im Ranking:
7 Plätze nach oben

SOEL'RINGS LAYA und Nuria Lladonosa Peireto (ESP - 35. mit 56,90 Punkten)

*2020, S-H/HH-Stute von COLCANNON I aus der SÖL'RINGS LALEE von CHESS M x MESCALERO

Züchterin: Heidi Schurek
Besitzerin: Berit Auge

Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 34,90 Punkte
Hindernisse: 20 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit: 5 Sekunden ≙ 2 Punkte

Veränderung im Ranking:
11 Plätze nach unten

CASCARITAS und Miroslav Trunda (CZE - 40. mit 95,10 Punkten)

*2020, Holsteiner Stute von CASCADELLO I aus der FAVORITA von FAVORITAS xx x CLINTO I

Besitzerin: Adela Svobodova
Das Ergebnis nach dem Gelände:
Dressur: 34,70 Punkte
Hindernisse: 40 Punkte
zusätzlich benötigte Zeit: 51 Sekunden ≙ 20,40 Punkte

Veränderung im Ranking:
18 Plätze nach unten


Die kompletten Ergebnisse hat Worldsporttiming:

https://results.worldsporttiming.com/2026/mondial-du-lion



6-jährige

16.10.2026 - KK

ACSI DAISY DYNAMITE und Ann-Catrin Bierlein in Lauerstellung

Im Wettbewerb der 6-jährigen Vielseitigkeitspferde haben PASSOA und Patrick Verbakel nach der Dressur die Führung übernommen. Vom gemeinsamen zweiten Platz werden in diesem CCI-2*-L in Le Lion-d’Angers morgen ACSI DAISY DYNAMITE und Ann-Catrin Bierlein sowie WLS RAVENSCOURT und Caroline Powell in das Weltmeisterschaftsgelände starten, HERAKLES und Lara de Liedekerke-Meier vom vierten Rang aus. Doppelt besetzt ist mit DIACONTINA C&T Z und Jarno Verwimp sowie KOSMIC D ELBE und Robin Godel auch der fünfte Platz im Zwischenklassement. Mit zwei weiteren Paaren sind BERLIOZ TSF und Sven Lux aktuell 7., CODERO und Andreas Dibowski gehen die Cross-Aufgaben vom 31. Platz an.

„Fünfjährig war es mit dem Dressurreiten noch etwas schwieriger, aber sie hat sich in diesem Jahr unglaublich gemacht“ schwärmte Ann-Catrin Bierlein geradezu vom Familienpferd ACSI DAISY DYNAMITE (2. mit 29,40 Punkten) - der Züchter und Besitzer Dr. Rolf Wilcken ist ihr Großvater.
„Anfang des Jahres hatte ich so Momente mit ihr wo ich dachte, ich krieg den Dreh mit ihr nicht so richtig und hab‘ mir die Frage gestellt, wie ich sie am besten reiten kann. Da hatten wir zum Beispiel Schritttouren dabei, wo sie sich plötzlich ihren Kopf gekratzt hat, einfach solche Babysachen halt. Über den Sommer ist sie dann echt extrem über sich hinausgewachsen. Sie ist vom Kopf her einfach cool und manchmal muss ich mich bei ihr einfach noch ein bisschen mehr entspannen.“

Ann-Catrin zum Le Lion-Abenteuer: „Sie war ja in Arville und Langenhagen, aber das ist ja überhaupt nicht vergleichbar mit der Kulisse und der Deko hier am Viereck. Aber: Sie kommt rein und sagt erst einmal zu allem ‚ja‘ - und das macht einfach Spaß. Wenn sie alles brav und fehlerfrei macht und so geht, wie sie gehen kann, dann kommt sie eigentlich auch gut an und unser Plan ist hier aufgegangen. Heute hatte ich die Vorbereitung sehr großzügig geplant, sie auch früh am Morgen schon einmal geritten, so dass ich ihr vor dem Einritt einen Moment geben konnte, wo sie alles auf sich wirken lassen konnte. Beim Abreiten habe ich versucht, ihr nicht so viele schwierige Sachen zu entlocken, sondern sie einfach locker und entspannt zu haben. Im Viereck hat sie das Zügel aus der Hand kauen lassen besonders gut gemacht, da war sie so richtig voll im Trab und ist trotzdem schön bei mir geblieben. Unsere Galopptour hatte wahrscheinlich nicht super viele Highlights, war aber sehr solide und konstant und eigentlich, wie auch die ganze Aufgabe, relativ fehlerfrei. Da war kein Patzer dabei, kein Zackeln und trotzdem kann man auf Dauer sicherlich überall noch ein paar Pünktchen mehr herausreiten. Für heute bin ich mega-happy, wie sie das hier alles gemeistert hat.“

„Ich bin sehr happy“ freute sich auch Sven Lux nach der Dressur mit BERLIOZ TSF Lux (7. mit 31 Punkten). „Ich weiß ja, dass er sehr gute Dressuren gehen kann, aber heute war er tatsächlich ein bisschen angespannter als sonst. Die Atmosphäre bringt das mit sich und er war halt ganz alleine in der Arena und er hat eigentlich ganz gerne andere Pferde um sich herum. Im Verlauf der Prüfung konnten wir das ein wenig herunterspielen und dann wurde er auch immer besser und das war bestimmt ein guter Start für die nächsten Tage. In der Trabtour war halt eben die Spannung drin, in der Galopptour konnten wir sie sehr gut herausreiten, aber im Ganzen bin ich sehr zufrieden. Die Punktzahl von heute ist noch ein klein bisschen hoch, da hatten wir in der Saison schon deutlich bessere Ergebnisse gehabt. Für eine‘25‘, die er schon gehen kann, hätte noch ein bisschen mehr Lässigkeit, mehr Gelassenheit da sein müssen, so dass ich in der Trabtour noch mehr zum Reiten komme. Aber wir müssen am Ende des Tages sehen, wo er damit steht - und damit bin ich soweit erstmal sehr zufrieden.

Monika Mittermayer, die BERLIOZ-Züchterin, ist mit ihrem Bruder Roland aus der Nähe von Berlin angereist, um ihren Sprössling live begleiten zu können: „Es ist richtig toll, dass er hier geht. Wir haben es vor zwei Wochen erfahren, hatten aber das Zimmer schon gebucht, als er sich qualifiziert hatte. Heute hat er uns gut gefallen, aber er war schon aufgeregt, das hat man gemerkt. Er hat natürlich viel Saft.“

Bei dem kurzen Treffen drängte sich natürlich die Frage nach dem Grund für genau diese Anpaarung geradezu auf: „Auf unsere Mutterlinie passt dieses VAN DEYK-Blut einfach sehr, sehr gut und als ZAUBERDEYK in Deutschland aufgestellt wurde, haben wir ihn dann genutzt. Eine ähnliche Konstellation hatten wir schon bei BASMATI, der mit Andrew Hoy erfolgreich war.“

Der so angesprochene BASMATI, ein GRAFENTSTOLZ-Sohn (dessen Vater POLARION ebenfalls von VAN DEYK abstammt) ist ein Nachkomme der BERLIOZ-Großmutter BLANCHETTE von SUCHARD und war mit Andrew Hoy bis 4*-L hochplatziert.

Noch einmal Monika Mittermayer: „Wir hatten uns ein Dressurpferd gewünscht, das aber auf jeden Fall auch genug springen kann und dann auch noch Blut hat, weil wir bis zu einem gewissen Grad schon affin für die Vielseitigkeit sind.“

„Er ist kein Dressursieger, weil er die Bewegungen und die Präsenz gar nicht hat, aber er hat die ganzen Tage hier einen mega Job gemacht. Er war total konzentriert und gelassen“ begann Andreas Dibowski die Analyse zur WM-Dressur von CODERO und (31. mit 36,40 Punkten) mit den positiven Aspekten.
Leider aber gab es heute auch den einen anderen Moment: „Das eben beim Rausreiten war das erste Mal, dass er sich hier überhaupt aufgeregt hat. Der Fehler am Ende des letzten Zirkels war einfach mega teuer. Bis dahin hat er das gezeigt, was er momentan kann. Mehr kann er von der Bewegung momentan noch nicht, auch weil er die Kraft dazu nicht hat. In der Galopptour sind die Verstärkungen noch sehr labil, da hat er in der Rückführung das Problem, dass er manchmal noch umspringt. Deshalb kann ich da nicht zu viel zulegen und muss ihm zum Übergang auch viel Zeit geben. Da war ich eigentlich froh, dass mir das heute gut gelungen ist - und dann der späte Fehler, der war einfach ätzend. Beim Zügel aus der Hand kauen lassen hat er seinen Rhythmus verloren, ist nicht mehr ans Gebiss rangetreten und hat sich so zusammengezogen. Das ist in einer Aufgabe schon mal passiert, deshalb haben wir im Training daran gearbeitet, aber hier hat es nicht geklappt. Mit der Arbeit und den Eindrücken zuhause hatte ich schon gehofft, nach der Dressur bei ‚30‘ zu liegen, aber nicht bei ‚37‘ - das ist schon enttäuschend. Ich bin nicht enttäuscht vom Pferd, ich bin enttäuscht, dass dieser Fehler passiert ist.“


ACSI DAISY DYNAMITE und Ann-Catrin Bierlein (2. mit 29,40 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 27,60)

*2020, Westfalen-Stute von DIACONTINUS aus der CAMILLA 123 von CASALL x POLYDOR

Züchter und Besitzer: Dr. Rolf Wilcken

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 67,86%  -  M: 71,67%  -  E: 72,14%

BERLIOZ TSF und Sven Lux (7. mit 31 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 25,80)

*2020, Trakehner Hengst von ZAUBERDEYK aus der BERLINALE 6 von HEUBERGER x SUCHARD

Züchterin: Monika Mittermayer
Besitzer: Haupt- und Landgestüt Marbach

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 67,62%  -  M: 70,00%  -  E: 69,52%

CODERO und Andreas Dibowski (31. mit 36,40 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 32,60)

*2020, Holsteiner Hengst von CORFU DE LA VIE aus der SUNFLOWER G von ROCADERO x SACRAMENTO SONG xx

Züchter: Thorsten Groeneveld
Besitzer: Britta & Christian Frenzel, Franziska Slytermann von Langeweile, Cornelia & Thorsten von Bloh, Christian Frenzel und Andreas Dibowski

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 62,14%  -  M: 62,62%  -  E: 66,19%


Mit der besten Dressurbewertung galoppieren morgen PASSOA / Patrick Verbakel (28 Punkte),
WLS RAVENSCOURT / Caroline Powell werden wie auch ACSI DAISY DYNAMITE / Ann-Catrin Bierlein mit 29,40 Punkten gelistet. HERAKLES und Lara de Liedekerke-Meier folgen mit lediglich umgerechnet einer Sekunde Rückstand. DIACONTINA C&T Z / Jarno Verwimp und KOSMIC D ELBE / Robin Godel haben als fünfte unisono 30,90 Punkte auf dem Konto.
Bei den sechsjährigen Nachwuchsstars ist das deutsche Team eines von zehn, die das maximale Kontingent von drei Startern pro Nation komplett ausgeschöpft haben


PASSOA und Patrick Verbakel (NED - 1. mit 28 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 29,30)

*2020, KWPN-Wallach von VDL LIAMANT W aus der LADYBURN von FREEMAN VDL x ZORTIN

Züchter: P.J.M. Verbakel
Besitzer: Lianne & Patrick Verbakel

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 72,62%  -  M: 73,33%  -  E: 70,00%

WLS RAVENSCOURT und Caroline Powell (NZL - 2. mit 29,40 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 29,90)

*2020, ISH-Hengst von CRISTO 5 aus der EBONY A. S. von SORENTO x JAZZ

Züchterin: Gwendoline Kinsella
Besitzer: Mann Chris

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 71,43%  -  M: 69,05%  -  E: 71,19%

HERAKLES und Lara de Liedekerke-Meier (BEL - 4. mit 29,80 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 26,90)

*2020, Hannoveraner-Wallach von HERALD 3 aus der CIBELES von CHECK IN x RAMIRO'S SON II

Züchterin: Cristina Sendagorta, Spanien
Besitzer: Santillana Paddocks S. L.

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,95%  -  M: 67,38%  -  E: 72,38%


DIACONTINA C&T Z und Jarno Verwimp (BEL - 5. mit 30,90 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 27,90)

*2020, ZANG-Stute von DIACONTINUS aus der BIEKE VAN'T BOSCHVELD von CODEX x CAMUS

Züchter: T. van der Plas und C. Kreutziger

Besitzer: Jarno Verwimp
Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 70,48%  -  M: 66,9%  -  E: 70%

KOSMIC D ELBE und Robin Godel (SUI - 5. mit 30,90 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 30)

*2020, SF-Wallach von CONTENDRO H aus der SKALIA DE LOJOU von CALETTO III x GALOUBET A

Züchter: Georges Dufossez
Besitzer: Nicolas Caron

Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 69,76%  -  M: 68,33%  -  E: 69,29

LOCKED IN K und Mikko Moisala (FIN - 20. mit 34,30 Punkten / 2*-Best vor Le Lion = 27,30)

*2020, Hannoveraner-Wallach von KARAJAN aus der CALANDRA von CONTENDRO I x LANDADEL

Züchter: Thomas Ahrens
Besitzer: Katri Moisala und Vetrico Oy


Die Einzelbewertungen in der Dressur:
C: 64,52%  -  M: 66,9%  -  E: 65,71%


Damit ist dieser Teil des Championats bereits Geschichte. Morgen ab 10 Uhr geht es auf die 4.560 Meter lange Crossstrecke, die im besten Fall nach 8:47 Minuten (520 Meter pro Minute) fehlerfrei im Ziel endet.

Das sagen die deutschen Teilnehmer zum von Pierre Michelet gebauten Geländekurs:

Ann-Catrin Bierlein: „Es ist wie immer schön hier. Es läuft sich so, dass alles sehr klar ist - aber man darf es hier nie unterschätzen, auch weil morgen ja extrem viel los sein wird und die ganze Woche für die Pferde schon sehr aufregend ist. Es sing genug Sachen im Kurs, wo man ihnen auch helfen muss. Wenn man alles richtig gemacht hat, kommen die beiden Schnecken hinter dem Dach nach dem achten Minutenpunkt und die stehen relativ weit, da muss man schon den Kopf oben halten und ein bisschen mehr da sein. Schon beim ersten Sprung muss man aufpassen, dass man gut aus der Startbox kommt und muss den Pferden auch sagen, jetzt ist Gelände, auch wenn da tausend Zuschauer stehen und klatschen. Mein Pferd ist in der Vorbereitung in Langenhagen, das war nicht leicht, und Arville, das war schwer und hügelig, gelaufen und hat beides sehr leichtfertig gemeistert und sie ist ja auch sehr kooperativ. Die sechsjährigen sind ja jetzt noch keine lange Prüfung gelaufen, da muss man auch mal gucken, wie machen sie bestimmte Sachen nach der siebten oder achten Minute, die sie ja hier zum ersten Mal haben, man muss das Ganze schon als eine Challenge ansehen.“

Andreas Dibowski: „Es ist ein tolle Jungpferde-Prüfung. Es wir alles abgefragt, aber alles soft und nachvollziehbar von den Distanzen und alle Aufgaben sind klar definiert. Der Kurs hat tolle Galoppstrecken, wir haben jetzt fast neun Minuten mit zwanzig Sprüngen - die haben wir beim Bundeschampionat in vier Minuten. Das ist so, wie man sich das wünscht, lange Galoppstrecken und man freut sich, da am Samstag rüber zu reiten. Le Lion ist gerade für die Zukunftspferde unheimlich wichtig, aber es muss jetzt nicht die höchst selektive Prüfung sein, sondern die ganze Kulisse, das Publikum und die lange Distanz, das ist eigentlich schon genug, was den jungen Pferden da abverlangt wird.“

Sven Lux: „Es ist auf jeden Fall anspruchsvoll und für die sechsjährigen schon sehr lang. Die Kombination aus der Länge und den Anforderungen an den Hindernissen ist schon nicht zu unterschätzen. Es ist ein sehr fairer Kurs, die Aufgaben sind sehr klar definiert, alles baut schön aufeinander auf und Pferde können sehr schön in den Rhythmus kommen. Hier und da ist schon mal eine Distanz etwas länger, aber alles ist klar erkennbar. Man weiß, dass man da ein bisschen mehr reiten muss, etwas mehr anfassen muss.“

Alle Ergebnisse hat Worldsporttiming:

https://results.worldsporttiming.com/2026/mondial-du-lion


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