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11.08.2026 - KK

E-I-fokussiert: Lara Weber

„Ich bin eher der Mensch, der lieber so ein bisschen im Hintergrund arbeitet, ich muss gar nicht so in die Öffentlichkeit. Das, was wir da im Hintergrund machen, klappt, glaube ich, ganz gut und es ist ein ganz guter Platz, den ich da jetzt einnehme“ charakterisierte am Ende des Gespräches Lara Weber sicher selber und ihre Tätigkeit bei den deutschen Vielseitigkeitsreitern.



Geboren wurde die aktive Springreiterin 1997, nach Kindheit und Jugendzeit wohnt sie schon seit einigen Jahren in Warendorf und hat im letzten Jahr das Amt der Spezialtrainerin Springen für die Vielseitigkeitsreiter übernommen.


© Pferdesport Deutschland/Sager

Die kleine Lara:

„Meine Eltern sind als Amateure geritten und haben mich mit meinen damals drei Jahren auf ein Shetty-Pony gesetzt. Von da ab bin ich mit den Pferden groß geworden.“


Die Jugend- und Nachwuchszeit:

„Von Anfang an war ich Springreiterin, bin mit sieben Jahren mein erstes E-Springen geritten. Neben mal einem, mal zwei eigenen Ponys habe ich auch in jungen Jahren immer schon Ponys zur Verfügung gestellt bekommen und konnte so an den Westfälischen und Deutschen Meisterschaften teilnehmen und auch den Preis der Besten reiten. Später im Juniorenbereich ging es eigentlich so weiter. Ich bin dann im U21-Bereich Nationenpreise geritten und war auch in dem Alter beim Preis der Besten und bei den Deutschen Meisterschaften am Start. Zwei Mal bin ich beim U25-Finale in Aachen geritten.“

Bevor es untergeht: Der erste Sieg taucht bei der FN im Mai 2009 auf. Als Ponyreiterin und auch später als Juniorin stand sie bei den Westfalen ganz oben auf dem Treppchen, mit PICO gewann Lara Weber 2011 das Bundeschampionat der 6-jährigen Springponys in Warendorf. Seit 2012 (lt. FN) startet Lara in Springen der schweren Klasse.

Mit dem vom Haupt- und Landgestüt Marbach zur Verfügung gestellten Hengst CHRISTDORN gewann sie im März 2017 ihr erstes S-Springen und war später mit ihm siegreich international bis 145-, national bis 150-Springen. Im April 2019 erfolgte die offizielle Anerkennung ihrer sportlichen Leistungen mit der Überreichung des Goldene Reiterabzeichens. Mit PROJECT ONE NRW war Lara 6. der Deutschen Meisterschaft der Damen in 2024.


Die Ausbildung:

„In dieser Zeit war Lara nach dem bestandenen Abitur als Soldatin Mitglied der Bundeswehrsportschule und teilweise gleichzeitig in der Perspektivgruppe des DOKR. Parallel hat sie in diesen Jahren die Ausbildung zur Pferdewirtin in der klassischen Reitausbildung abgeschlossen und auch die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister erfolgreich abgelegt. Anschließend ging es für drei Jahre nach Köln ins Studium zur Diplom-Trainerin. Danach habe ich erstmal Peter Teeuwen als Co-Bundestrainer bei den Spring-Ponys unterstützt und dann kam schon bald die FN-Anfrage, um als Spezialtrainerin Springen die Vielseitigkeitsreiter zu unterstützen.“


Und hier noch einmal Lara, unterwegs mit DINAR auf dem Weg zum 9. Platz beim U25-Finale in Aachen 2022 © privat

Jetzt-Zeit:

„Seit zehn Jahren bin ich ja nun schon in Warendorf. Da gab es dann immer schon Kontakte und Berührungspunkte zu den Vielseitigkeitsreitern, ab und zu bin ich auch mit ihnen auf die Turniere gefahren. Man kannte sich halt, hat sich ausgetauscht und hat auch mit dem einen oder anderen Pferd mal etwas zusammen gemacht, aber der Job an sich hat sich erst ergeben, als Marcus Döring nicht mehr zur Verfügung stand.“

„Wenn man aus der Sparte Springen kommt, macht es schon sehr viel Spaß, mit den Vielseitigkeitspferden und den Vielseitigkeitsreitern zusammen zu trainieren. Man kann sie immer begeistern, mal etwas anderes auszuprobieren. Sie sind alle sehr offen und kommunikativ und wollen sich wirklich verbessern. Im Vergleich zu den Springreitern und Springpferden kann man sie mehr verbessern, mehr aus ihnen heraus holen. Man kann zusammen mit ihnen Ideen entwickeln, was man ändern, was man verbessern kann. Es macht einfach Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“

„Mit den Erfolgen der deutschen Reiter im letzten Jahr in Kentucky und Badminton und dem Titel in Blenheim war das nicht das schlechteste Jahr, da hatte unsere gemeinsame Zeit schon einige echte Highlights. Da wollen wir jetzt natürlich anknüpfen und ich bin gespannt, wie es in Aachen laufen wird. Alle sind gut drauf, sind höchst motiviert.“

„Für die WM traue ich uns sehr viel zu, wir haben erfahrene Pferde und Weltklassereiter. Das sind schon Hochkaräter und sie sind top vorbereitet. Ich wünsche ihnen, dass sie jetzt zum richtigen Zeitpunkt ihre Top-Form abrufen können. Wenn sie dann als Team noch so gut zusammenhalten, wie sie es auf den letzten Championaten gemacht haben, dann ist da sehr viel drin.“


Wer wird am kommenden Sonntag Einzel-Weltmeister?

Laras Antwort, kurz und knapp: „Michi Jung und CHIPMUNK.“


Sie haben das Ende des Porträts erreicht - vielen Dank für ihr Interesse!


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