31. Juli 2018

AlpenCup 2018

Zum ersten Mal hatte der RZV Lechtal die Möglichkeit, den AlpenCup auf dem Gelände des Haupt- und Landgestütes in Schwaiganger durchzuführen. Der Verein mit knapp 200 Mitgliedern veranstaltet schon seit Jahrzehnten Vielseitigkeitsturniere. In diesem Jahr dann die Herausforderung, auf dem noch fremden Terrain den AlpenCup durchzuführen.

Die Organisatoren hatten sich viel vorgenommen: Das Ziel war, mit dieser Veranstaltung jedem vielseitigkeitsinteressierten Reiter etwas zu bieten. Von der Cross-Country-Führzügelklasse über das E-Gelände und die Jungpferdeprüfungen bis zur Vielseitigkeit der Klasse A und den beiden internationalen Prüfungen CIC* und CIC** waren Möglichkeiten für alle Ausbildungsphasen gegeben. Mit über 100 Startern in den internationalen Prüfungen und nahezu 200 Startern in den nationalen Wettbewerben war das Turnier insgesamt bestens besucht. Eine Herkulesaufgabe war die Vorbereitung auch für die Geländebauer Jonathan Müller und Johannes Gruppen sowie die Dekorateurin Andrea Lederer, galt es doch sechs interessante und schöne Strecken parallel zu gestalten.


Heimsieg für Sophie Grieger und Mochito

Bei herrlichem, weißblauem Alpenwetter erlebten alle Beteiligten großartige und sportliche Tage in Oberbayern und feierten dabei im CIC* den Heimsieg von Sophie Grieger und dem 8jährigen Mochito von Monte Bellini aus einer Mutter von Asti Spumante, der im Besitz des Haupt- und Landgestütes ist. Bereits nach der Dressur (26,80 Punkte) stand das Paar -das schon im Mai in Marbach die 1-Stern-Prüfung auf dem 3. Rang beendete- ganz vorne. Fehlerfrei wurde der Springparcours absolviert und nach einem ebenfalls tadellosen Cross stoppte die Uhr sechs Sekunden vor der Bestzeit.

Als seien sie parallel unterwegs gewesen, kam auch die Zweitplatzierte Sofia Sjoborg (SWE) mit Cooley Cosmopolitan Diamond, einer siebenjährigen Stute aus der irischen Zucht, mit ihrem Dressurergebnis in exakt derselben Zeit über die Ziellinie (28,90). Auf den dritten Platz ritt die italienisch-niederländische Kombination Alessio Proia / Gatto Salta D'o (35,40 - ebenfalls das Dressurergebnis, da war es allerdings noch der 21. Rang). Fünfundfünfzig der 70 Starter beendeten die Prüfung.


Der Wasseraussprung im CIC** nach der Idee von Jonathan Müller und Johannes Gruppen: Hier demonstrieren Sofia Sjoborg und Targa D wie es gemacht wird

Der Sieg im CIC** ging über die Grenze nach Österreich: Lea Siegl und Fighting Line hatten sich in der Dressur ein ausreichendes Polster (27,90 Punkte) erarbeitet, um nach einem fehlerfreien Hindernisparcours im Gelände etwas langsamer unterwegs sein zu können. Fünfzehn Sekunden Zeitüberschreitung (Gesamtergebnis 33,90) hatten keine Auswirkung mehr.



Als Gast aus der Schweiz angereist und hier im Cross des CIC** unterwegs: Steffi Mylius und Camio von Eichmatt

Ebenfalls 15 Zusatzsekunden benötigten Sonja Buck / Carla Bruni R; allerdings drei davon im Springparcours und die kosteten in der Endabrechnung den Sieg (2. mit 36,90 Punkten). Bis auf den dritten Platz (37,80) verbesserten sich Fabian Held / Santiago. Vor dem Springen standen sie in der Rangierung noch an 25. Stelle. Eine Top-Runde im Parcours und die beste Leistung im Gelände (das einzige Paar, das die Bestzeit genau traf) machten diese deutliche Verbesserung möglich. Das Ziel sahen 30 der ursprünglich 41 Starter.


In der Geländepferdeprüfung der Klasse A** hatte Planter's Punch H die Nüstern vorne (8,8). Der 5jährige Halbblüter von Desirao xx aus einer Mutter von Corallo wurde von Falk-Filip-Finn Westerich vorgestellt. Dark Rose, eine 5jährige Tochter des Kentucky aus einer Sir Shostakovich xx-Mutter, sahen die Richter unter Sophie Grieger auf dem zweiten Platz (8,5). Dritte (7,8) wurden Sandra Reitberger und Qwircle (*2013 von Quaid I aus einer Natiello xx-Mutter).


Frühmorgens in Oberbayern: Nina Schultes und Domaine in der Geländepferdeprüfung L

Checker von Chico's Boy / East of Shannon xx mit Sophie Grieger im Sattel bekamen die Goldschleife (Wertnote = 8,5) in der Geländepferdeprüfung der Klasse L angesteckt. Auch in dieser Prüfung war ihr Sandra Reitberger dicht auf den Fersen: Mit Kilcoltrim Seanie von Waldo van Dungen / Bob's Return sicherte sie sich das zweite Preisgeld (8,2). Beide Pferde sind 2012 geboren. Auf den dritten Platz ritt Petra Glinski den 7jährigen Quäntchen (7,6) von Quaid I / Ferragamo.


Einen besonderen Dank richteten die Veranstalter um Dr. Matilda Holmer-Rattenhuber an die Verwaltung des Haupt- und Landgestütes Schwaiganger, an die Turniergemeinschaft Schwaiganger und vor allem an die vielen fleißigen Helfer "ohne die diese Veranstaltung nicht möglich wäre".

Claudia Moritz & Klaus Kurk

© für die Fotos: Claudia Moritz

 

Alle Ergebnisse sind bei der    FN    hinterlegt.

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