20. August 2018

Volles Programm in Rhynern

Schon seit Jahrzenten richtet der vor den Toren Hamms beheimatete Reiterverein regelmäßig auch Vielseitigkeitsturniere aus. In diesem Jahr hatte das Team um Elmar Siepmann und Albert Steghaus gleichzeitig zur Westfälischen Meisterschaft der Ponyreiter eingeladen. Bereits am frühen Samstagmorgen waren die Parkplätze gut gefüllt. Parallel wurde in zwei Abteilungen die Vielseitigkeit Klasse A** geritten.


Sieg in der VA** - Sophie Leube und Scarlett K

Nach Dressur und Springen rangierte bei den älteren Reitern Sophie Leube mit der siebenjährigen Scarlett auf dem ersten Rang. Der guten Dressurleistung, die von den Richtern mit einer 8,2 bewertet wurde folgten im Springen insgesamt 6 Fehlerpunkte. Dies reichte dennoch für die Führung vor dem Gelände. Diese gab die Reiterin aus dem benachbarten Fröndenberg nicht mehr aus der Hand, sie addierte zu ihrem Ergebnis lediglich 1,6 Zeitfehler.






Zweite Abteilung der VA**: Auf dem zur Goldschleife ist Ann-Catrin Bierlein mit Qula M


Bei den jungen Reitern ging der Sieg an Ann-Catrin Bierlein und Qula M, denen nach der Dressur an zweiter Stelle liegend durch ihre souveräne Leistung im Springen und eine nur geringe Zeitüberschreitung im Gelände der Sprung ganz oben aufs Treppchen gelang. 

Das Gelände in Rhynern zeigte sich -wie in den letzten Jahren- sehr selektiv und sorgte dafür, dass Reiter und Pferde mit ausgesprochenen Cross-Stärken unabhängig von der Dressurleistung in die Platzierung ritten. Die Reiter attestierten Parcourschef Elmar Siepmann und seinem Team unisono eine gute Hand für den Kurs. Schwer genug um Reiter und Pferde zu fordern, dabei immer der Klasse angemessen und wunderbar in die Landschaft integriert.

Der Veranstalter hatte sich bemüht, durch Wasserfahren in den Tagen vor der Veranstaltung den schwierigen Bodenverhältnissen durch die lange Trockenheit Rechnung zu tragen. Nichtsdestotrotz zogen es einige Reiter vor, nach Dressur und Springen das Gelände nicht mehr zu reiten.


Neue Westfalenmeisterin der Pony-Vielseitigkeitsreiter: Antonia Locker / Andante vom Reiterverein Rhede

Für die Ponyreiter ging es in einer separaten A** um den Titel des Westfalenmeisters. Hier gelang der Vorjahresdritten (und Siegerin von 2016) Antonia Locker mit ihrem Andante ein Start-Ziel-Sieg. Bereits nach der Dressur mit über 10 Punkten in Führung liegend, gab sie diese auch im Springen nicht aus der Hand. Im Gelände blieben die Euro-Reservistin und ihr Erfolgspony innerhalb der erlaubten Zeit und wurden mit über über 20 Punkten Vorsprung vor Katharina Schütte vom Reitverein Kamen und Malin Steinbach aus Rhede neue Westfälische Meisterin. Landestrainerin Anna Roggenland ließ es sich nicht nehmen, ihre Schützlinge mit Schärpe und Schleife zu ehren: "Herzlichen Glückwunsch Mädels – ein toller Erfolg."

46 Teilnehmer hatten für das CIC* ihre Startbereitschaft erklärt an deren Ende sich die Routine durchsetzte: Der Mannschaftsweltmeister und -Olympiasieger Frank Ostholt sicherte sich mit Jum Jum die Goldschleife. Nach einen zweiten Platz auf dem Viereck und einer fehlerfreien Parcoursrunde zeigte er den Zuschauern in Cross eine tolle Runde mit lediglich einer Sekunde Zeitüberschreitung.


Sie brachten bereits gemeinsame Erfahrungen aus ***-Prüfungen mit und siegten am Ende souverän im CIC*: Frank Ostholt und Jum Jum

Frank Ostholt fasste den Tag nach der Siegerehrung zusammen: "Er ging heute eine fantastische Dressur, er hatte richtig schön seine Nerven zusammen, er sprang gut, war da aber noch etwas stark. Und im Gelände ist er einfach ein Traum." Er ließ auch durchblicken, weshalb der den schon in ***-Prüfungen erfolgreichen Jaguar Mail xx-Sohn mit nach Hamm gebracht hatte: "Er weiß ja mittlerweile auch worum es geht und muss innerlich noch etwas zur Ruhe kommen und da ist es ja auch gut, wenn er mal eine Prüfung geht, wo er sich überhaupt nicht anstrengen muss. Er soll in Waregem noch ein 3*-CIC gehen, formal hat er die Qualifikation für die Europameisterschaft im nächsten Jahr schon in der Tasche." Ein Ausblick nach 2019: "Das letzte Championat für mich war Luhmühlen 2011 und da soll auch mein nächstes sein - und dann mit einem selbst gezogenen Pferd. Das ist jetzt mein großes Ziel."

Josephine Wilms sicherte sich mit Crawley von Coronas das zweite Geld und wurde von Frank Ostholt eingerahmt, der mit dem erst siebenjährigen Luvis auf den dritten Platz galoppierte. Noch einmal Frank Ostholt: "Luvis hat sich richtig toll weiter entwickelt. Auch die Dressur wird immer besser, so ein Dressurergebnis wie hier hat er noch nie gehabt. Springen null, Gelände null, da ist er eigentlich sehr, sehr sicher. Er muss nur noch routinierter werden"

Für den Veranstalter gab es ein dickes Lob: Hamm hat ganz tolle Rahmenbedingungen hergestellt, die geben sich hier unwahrscheinlich viel Mühe. Der Geländeaufbau ist immer fantastisch, die Pferde kommen gut in den Rhythmus."

Melanie Buckmann & Klaus Kurk

Alle Ergebnisse sind bei    Equi-Score    hinterlegt.

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