9. Juli 2018 

Will Coleman (USA) und das britische Team in The Plains siegreich


Setzten die übrigen Teams mit ihrer fehlerfreien Geländerunde mächtig unter Druck: Georgie Spence (GBR) and Halltown Harley / © 22Gates.com

Ein spannendes Great Meadow-CICO*** erlebten die Sportler und Zuschauer in The Plains (Virginia / USA) bei der vierten Station des FEI-Eventing-Nations Cup, trotz der lediglich drei startenden Teams: Nach der Dressur und dem Springen führten die Briten vor den Amerikanern und dem kanadischen Team. Georgie Spence (GBR) / Halltown Harley setzten mit einer fehlerfreien Geländerunde innerhalb der Bestzeit ein erstes Ausrufezeichen. Waylon Roberts (CAN) / Keleyn Cognac und Phillip Dutton (USA) / Sportsfield Candy benötigten einige Zusatzsekunden, hielten aber die alte Reihenfolge aufrecht.

Die zweite Runde hatte es in sich: Shelby Brost (CAN) musste drei Verweigerungen von Crimson akzeptieren und schied aus. Sophie Brown (GBR) und Will erwischte es an Sprung 13: 20 Strafpunkte zuzüglich Zeitüberschreitung, die Führung der Briten wackelte. Ebenso erging es allerdings Caroline Martin (USA) auf Spring Easy, die auch einen Stopp hatte.

Jessica Phoenix (CAN) und Bogue Sound brachten ihr Team mit einer Doppel-Null-Runde zurück in den Wettbewerb, während Ben Hobday (GBR) und Shadow Man eine Verweigerung hatten. Sydney Elliott und Cisko A ritten fehlerfrei in der Bestzeit über die Ziellinie und erlaubten den Amerikanern einen Blick auf den Siegersekt. "Ich bin sehr aufgeregt, doppelt Null geritten zu sein", sagte Elliott. "Ich habe wahrscheinlich eines der besten Cross-Pferde im Wettbewerb, daher war ich heute ziemlich zuversichtlich. Mein Pferd liebt Cross Country und liebte den Kurs heute, also habe ich den Moment wirklich genossen. Es war wunderbar."


Im Springparcours noch mit einem Fehler unterwegs, dafür eine Clear Round im Gelände mit nur wenigen Zeitfehlern: Der Ahten Olympia-Sieger Leslie Law, hier im Sattel von Voltaire De Tre / © 22Gates.com

Lisa Marie Ferguson / Honor Me eröffneten die Abschlussrunde mit einem fehlerfreien Ritt, die Uhr stoppte bei 6:34 Minuten, die Bestzeit genau getroffen. Das kanadische Ergebnis stand mit 148,70 Punkten fest. Die Briten schickten ihren Routinier Leslie Law auf die Reise. Der 53jährige Olympiasieger von Athen und dreifache Mannschaftseuropameister ist seit mehr als einer Dekade in Florida ansässig, betreibt dort einen Ausbildungsstall und ist als Trainer sehr gefragt. Im Sattel von Voltaire de Tre zog er nach, lediglich

Das FEI Eventing Nations Cup-Podium in The Plains / © 22Gates.com

8,80 Punkte wurden für die Zeitüberschreitung addiert: Mit 138,50 Punkten setzten sich die Briten vor die Kanadier. Nun lag es an Bruce Davidson und Park Trader. Maximal zwei Sekunden Zeitüberschreitung hatten die beiden in der Hand, allerdings führte eine Verweigerung sogar dazu, dass die Amerikaner (157,50 Punkte) noch auf Platz drei abrutschten und die Briten an die Sektbar durften.



Die Einzel-Sieger: Will Coleman (USA) und Off the Record / © Amy K. Dragoo

Dazu gesellte sich William Coleman, der sich mit dem 9jährigen irischen Wallach Off the Record durch die -wie auch Jessica Phoenix / Bogue Sound- schnellste Geländerunde (6:30) von Platz 11 an allen anderen vorbeischob und die offene Wertung mit 35,10 Punkten gewann. "Hier in der Arena war er noch etwas grün, aber davon abgesehen war er überall sehr ehrlich" kommentierte Coleman den ersten 3-Sterne-Sieg von Off the Record. Beste Teamreiterin war Georgie Spence mit Halltown Harley (35,20), deren punktgenaue Geländerunde einen Satz von 13 auf 2 ermöglichten. Das dritte Preisgeld sicherte sich Jessica Phoenix mit ihrem zweiten Pferd Pavarotti (36,70 - ein westfälischer Sohn des Pavarotti van der Helle aus einer Foxiland xx-Mutter). Insgesamt beendeten 25 der 46 gestarteten Paare die Prüfung.


Klaus Kurk

Alle Ergebnisse haben die Veranstalter  hier  hinterlegt.

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