1. Juli 2018

Frankreich triumphiert im Nationenpreis / Drei deutsche Siege

 

Der FEI-Eventing-Nations Cup machte Station in Polen: Frankreich siegte vor Großbritannien und Italien / © Strzegom Horse Trials - Leszek Wójcik

"Wir haben mit dem Team einen guten Job gemacht, zwei von uns waren fehlerfrei. Gestern war das Gelände ziemlich hart, aber unsere drei Pferde gingen fehlerfrei und ich war ziemlich nah an der Bestzeit. Wir sind hierhergekommen und wollten versuchen, den Nationenpreis zu gewinnen und wir haben es geschafft. Also sind wir sehr glücklich" so Maxime Livio aus der siegreichen franzöischen Mannschaft in der Etappe des FEI-Eventing-Nations Cup. In der Einzelwertung reichte es für ihn und seinen 16jährigen Selle Francais-Wallach Opium de Verrieres nach zwei Abwürfen im Parcours zu Platz 4 (39,40 Punkte). Mit ihm ganz oben auf dem Podium standen Christopher Six (2. mit Totem de Brecey - 35,30) und Francois Lemière (7. mit Ogustin du Terroir - 41,10). beide Pferde übrigens ebenfalls aus der französischen Zucht. 

Die zweitplatzierten Briten nutzten eine Besonderheit des neuen Olympiamodus: Wellshead Fare Opposition, mit Coral Keen gestern mit einer sehr schnellen Geländerunde von Platz 27 nach der Dressur auf den fünften Rang galoppiert, blieb bereits vor der Verfassungsprüfung im Stallzelt. Als Ersatzreiter wurden Talent und James Sommerville nachträglich ins Team berufen, die mit einer fehlerfreien Runde glänzten. Auf Grund des Wechsels bekamen die Briten 20 Punkte auf das Mannschaftsergebnis addiert. Italien schob sich auf Grund des besseren Ergebnisses in der letzten Teilprüfung noch an den Polen vorbei auf Platz drei.

Auch die deutschen Buschreiter setzten eine neue Regelung um: Trotz seines gestrigen Sturzes im Wasserkomplex durfte Niklas Bschorer seinen Lord Shostakovich heute über die 12 Hindernisse im Stadion reiten - und schaffte eine von zehn Runden ohne Zeit- und Springfehler. Marie Kraack und Havana Club hätten mit einer Null-Runde bis auf den zweiten Platz aufrücken können. Allerdings rollten zwei Stangen aus den Auflagen: 8. Platz mit 42,90 Punkten im Endklassement. Bei Andreas Dibowski und It's Me xx lagen die Stangen jeweils an den Aussprüngen der beiden Kombinationen zu locker, hinzu kam ein Zeitfehler (10. mit 48,60 Punkten). Für das Team reichte es zum fünften Platz.

Noch eine Neuerung aus dem Reglement? Katrin Khoddam-Hazrat und Cosma wurden in der Dressur abgeläutet: 100 Punkte, verzichteten auf den Start ins Gelände: Weitere 200 Punkte und ritten heute einen tadellosen Parcours. Das Resultat gilt aber einzig für die österreichische Mannschaft, im Einzelklassement ist weiterhin "eliminated dressage test" eingetragen.


Der Sieg in der Einzelwertung des CICO*** geht nach Japan und Holstein: Yoshiaki Oiwa mit Calle / © Strzegom Horse Trials - Leszek Wójcik

In der Einzelwertung ging der Sieg nach Japan: Nur Yoshiaki Oiwa und Calle schafften es, das CICO*** mit ihrem Dressurergebnis zu beenden. Einen Springfehler und dazu noch eine Sekunde Zeitüberschreitung hätten sie sich leisten dürfen, um trotzdem die Spitzenposition zu behalten. Aber alles blieb liegen und die Uhr stoppte acht Sekunden vor der Bestzeit. Und damit ist es auch etwas ein deutscher Sieg: Calle -bis Ende 2015 von Peter Thomsen und Louise Svensson Jähde geritten- ist ein Sohn des Cristo und trägt den Holsteiner-Brand. "Yoshi" nach dem dritten gemeinsamen 3-Sterne-Sieg: "Ich bin sehr froh und sehr glücklich, dieses Pferd zu haben. Er ist ein Superspringer, er ist ein sehr vorsichtiges Pferd. Er ist heute sehr gut gesprungen und ich bin zufrieden mit ihm."

Die schwerste Prüfung des Events, das CCI***, hatte eine Start-Ziel-Siegerin: Sara Algotsson Ostholt und die von ihrer Mutter gezüchtete Wega hatten bereits die Dressur dominiert, gestern ohne Hindernisfehler die Bestzeit getoppt und heute durch die Abwürfe der direkten Konkurrenten etwas Luft, so dass auch der eine Springfehler keine Auswirkungen hatte (30,00 Punkte). Für die schwedische Kombination war es der erste ***-Sieg seit Vairano 2011. Andreas Ostholt hätte ihn ihr mit einer fehlerfreien Runde streitig machen können. Allerdings fielen So is et die Stangen an den Hindernissen 10 und 12c quasi vor die Hufe (2. - 36,20).

Strzegom scheint ein gutes Geläuf für Leonie Kuhlmann und Cascora zu sein. Nach zwei zweiten Plätzen in 2016 gab es auch heute wieder einen Scheck: Durch eine fehlerfreie Leistung ging es in der 50. gemeinsamen internationalen Prüfung rauf von 9 auf 5. Eine Schleife nahmen auch Frank Ostholt und Jum Jum bei ihrer CCI***-Premiere mit nach Warendorf: Trotz dreier Abwürfe reichte es noch zum sechsten Platz (49,50). Zwei Springfehler kosteten Dirk Schrade und Unteam de la Cense die mögliche Platzierung (10. - 55,70 Punkte).

Einen ungefährdeten Doppelsieg im CCI** konnte Sara Algotsson Ostholt mit Cesar V (fehlerfrei im Parcours - 34,20 Punkte) und Arpertina (ein Abwurf - 38,80) feiern. Mit einer Null-Runde hatte Kai Rüder im Sattel von Chicago M den maximal-möglichen Druck aufgebaut und verbesserte sich noch auf den dritten Platz (41,10). Hannes Mergler belegte in der Endabrechnung die Plätze 8 (54,00 mit Shibasaburo) und 9 (59,00 mit Shiga, allerdings außerhalb der Platzierung.

Dritte nach der Dressur, im Parcours einen Platz nach vorne gearbeitet und nun den Sieg im CIC** gefeiert: Andreas Dibowski und FRH Corrida (27,40 Punkte) bestätigten die hervorragenden Frühjahrsergebnisse mit der heutigen Top-Leistung, dem besten Geländeresultat der 48 Starter - natürlich fehlerfrei und in der Zeit. Etwas langsamer unterwegs (und mit 3,60 Punkten belegt) waren Julia Krajewski / Amande de B'Néville, die mit 31,20 Punkten (2. Platz) ihr bestes internationales Ergebnis erzielten. In der Platzierungsliste tauchen zwei weitere deutsche Paare auf: Josephine Schnaufer und Pasadena 217 sind mit 44,70 Punkten achte, Platz elf erreichten Careless Cricket und Sophie Pritschau (47,90).

Beide *-Prüfungen haben deutsche Sieger: Das lange Format gewann Sophie Grieger mit Costakovich (26,00 Punkte, was auch schon ihr Dressurergebnis war). Runner up ist Niklas Bschorer / Back in Time (28,00), den dritten Platz sicherte sich Frank Ostholt / Luvis (30,20). Alle drei beendeten das Springen fehlerfrei.

Für die dritte Goldschleife im LKW der Familie Algotsson Ostholt / Ostholt sorgte Frank im CIC*: Lediglich 3 Sekunden Zeitüberschreitung im Cross führten am Ende mit Carlson zu 27,50 Punkten. Pia Münker / Dunkin Donut M ritten genau in der Bestzeit über die Ziellinie und verbesserten sich auf Rang vier (31,30). Ebenfalls "im Geld": Cecile / Celine Anouk Wirth (8. - 33,70), Hidalgo / Leonie Kuhlmann (10. - 34,50) und direkt dahinter Ready to Go W / Vanessa BÖLTING (36,00).

Klaus Kurk

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30. Juni 2018

Frankreich jetzt vor Großbritannien und Polen im Nationenpreis


Maßgeblich an der französischen Führung beteiligt ist Maxime Livio / © Strzegom Horse Trials - Leszek Wójcik

Der Blick auf den Ergebnisbogen des CICO*** um den FEI-Eventing-Nations Cup ist nach der Umstellung auf das neue olympische Format gewöhnungsbedürftig: Alle sieben Teams sind noch im Wettbewerb, obwohl lediglich die ersten vier Mannschaften alle drei Paare erfolgreich durch das Gelände gebracht haben. Die Franzosen (107,80 Punkte) konnten ganz knapp ihre Spitzenposition verteidigen, die Briten setzten die Highlights im Cross und verbesserten sich vom 5. auf den 2. Platz (111,40). Die polnischen Gastgeber (187,70) und die Italiener (189,00) brachten ebenfalls drei Wertungsergebnisse mit nach Hause.

Das deutsche Team kommt aktuell auf 313,30 Punkte (5. Platz): Andreas Dibowski und It's Me xx zeigten die eigentlich auch erwartete fehlerfreie Geländerunde. Sehr sicher und im positiven Sinne mit maximaler Kontrolle absolvierten sie die 26 Hindernisse mit 36 Sprüngen. Lediglich 1,60 Punkte für vier Sekunden Zeitüberschreitung wurden dem Dressurergebnis hinzuaddiert. Mit nun 39,60 Punkten ging es in der Einzelwertung von Platz 26 rauf auf 10.

Marie Kraack und Havana Club waren im ersten Teil des Cross sehr flott unterwegs, an allen Hindernissen verlief alles problemlos, eine tadellose Runde. Im Ziel fehlten allerdings 22 Sekunden zur Bestzeit, dafür gab es 8,80 Punkte aufs Konto zu nun 34,90 - und damit ein hervorragender 4. Platz.

Apropos gewöhnungsbedürftig: Im Teamklassement werden Niklas Bschorer / Lord Shostakovich mit 200 Punkten für das Gelände geführt, somit bleibt das Team im Wettbewerb. In der Einzelwertung ist er nach einem Sturz im Gelände ausgeschieden. Einen Rumpler an einer Ecke im Wasserhindernis konnte er zunächst noch aussitzen, kam dabei allerdings vor den Sattel und von dort dann abwärts ins nasse Element.


Auf dem Weg zur Führung im CICO***: Yoshiaki Oiwa / © Strzegom Horse Trials - Leszek Wójcik

Nur zwei Reiter knackten die Bestzeit: Yoshiaki Oiwa / Calle verbesserten sich dadurch vom 5. Platz auf die Spitzenposition (30,30 Punkte), für Alice Dunsdon / Sambo ging es gar von 15 auf 3 (33,10). Zwischen den beiden liegt die französische Kombination Maxime Livio / Opium de Verrieres (31,40). Nach dem Geländeteil sind noch 33 der 40 Starter im Wettbewerb.



Eine Punktlandung vollbrachten im CCI*** Sara Algotsson Ostholt und Wega, die genau zur Bestzeit die Ziellinie querten und weiterhin mit 26,00 Punkten führen. Ob die beiden wohl ein besonderes Verhältnis haben: "Sie war absolut brillant, sie hat mich ein paar Mal gerettet, als ich ein bisschen zu entspannt war. Sie ist so ein fantastisches Pferd, ich vertraue ihr zu 100% und ich glaube sie vertraut auch mir. Wir kennen uns jetzt schon seit 17 Jahren, sie ist so klug und intelligent und so ein guter Charakter."

Lediglich zwei Sekunden mehr benötigte ihr Schwager Andreas Ostholt mit So is et (28,20). Für die westfälische Kombination war es die 27.! internationale Geländerunde ohne Hindernisfehler hintereinander. Den Familienausflug komplettierte Frank Ostholt, der mit dem noch jungen Jum Jum in der zweiten ***-Prüfung ebenfalls alle Sprünge fehlerfrei überwand und inklusive 14 Sekunden Zeitüberschreitung jetzt mit 35,60 Punkten auf dem 6. Platz steht. Strafpunktfreie Geländerunden gab es auch für Leonie Kuhlmann / Cascora (9. - 45,90) und Dirk Schrade / Unteam de la Censde (10. 47,70). Christoph Wahler zog Carjatan S nach einer Verweigerung zurück, Ben Leuwer (mit BGS Urlanmore Prince) hatte Bodenkontakt und schied aus.

Zwei weitere Null-Runden im Gelände absolvierte Sara Algotsson Ostholt im Cross des CCI** und führt nun trotz einiger Zeitüberschreitung (in dieser Prüfung kam kein Teilnehmer auch nur in die Nähe der Bestzeit) gleich doppelt: Cesar V (34,20 Punkte) und Arpertina (34,80) belegen die ersten beiden Plätze vor dem Springen. Kai Rüder / Chicago M rutschten nach der Dressurführung mit 16 Punkten für die benötigte Zeit auf Platz 4 ab. Hannes Mergler / Shiga galoppierten mit der schnellsten Geländezeit von 11 auf 7 (47,00 Punkte).

Die Teilnehmer des CIC** gehen morgen ins Gelände und absolvierten heute den Springparcours: Maxime Livio / Ariano du Quinze verteidigten die Führung (26,80 Punkte), nun vor dem deutschen Trio Andreas Dibowski / FRH Corrida (27,40), Julia Krajewski / Amande de B'Néville (27,60) und Ben Leuwer / C'est la Vie (28,50). Alle vier blieben komplett fehlerfrei.

Ein starkes Quartett vertritt die deutschen Farben im CCI*: Nach dem Gelände sind Sophie Grieger / Costakovich (2. - 26,00 Punkte), Niklas Bschorer / Back in Time (3. - 28,00), Veronique Zimmer / Irish Choice (5. - 29,70) und Frank Ostholt / Luvis (6. - 30,20) noch im Wettbewerb. Die Führungsposition besetzt nach wie vor Pawel Warszawski mit Hummer (25,70 Punkte).

Die beste Chance auf die Goldschleife im CIC* hat nach dem heutigen Springen Frank Ostholt im Sattel von Carlson, die sich von Rang 9 aus an die Spitze setzten (26,30 Punkte). Vanessa Bölting / Ready to Go W behielten trotz eines Abwurfs den fünften Platz. Arg erwischt mit drei Springfehlern hat es Pia Münker / Dunkin Donut M, die auf Grund des sehr guten Dressurresultats aber immer noch auf Platz 9 stehen (31,30), und damit direkt hinter: Pia Münker mit Commitment (30,50)

30.6.2018 - Klaus Kurk

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29. Juni 2018

Deutsches Team auf aussichtsreichem 3. Platz nach der Dressur

Ein Hauch von Olympia weht gerade über das Morawa-Reitzentrum in Strzegom: Die FEI testet bei der dritten Etappe des FEI-Eventing-Nations Cup das neue Format, mit dem in Tokio 2020 um die Mannschaftsmedaillen geritten werden wird. Hierbei starten pro Team lediglich noch drei Paare und alle werden gewertet. Ein weiterer Versuch wird anlässlich der irischen Station in Millstreet Ende August durchgeführt.

Mit 93,40 Punkten haben nach der Dressur die Franzosen die Führung übernommen. Schweden, Deutschland, Italien und Großbritannien auf den Plätzen 2 bis 5 liegen weniger als drei Punkte auseinander. Insgesamt sind sieben Teams am Start.


Marie Kraack und Havana Club führen in der Einzelwertung des FEI-Eventing-Nations Cup / © Strzegom Horse Trials - Mariusz Chmieliński

In der Einzelwertung hat sich -die ehemalige Europameisterin der Jungen Reiter- Marie Kraack mit dem polnischen Wallach Havana Club (O-Ton: "Er war wirklich super, er hat getan, was wir von ihm erwartet haben, und er hat das sehr gut gemacht.")  an die Spitze gesetzt (26,10 Punkte). Linda Algotsson / Fair Sport (SWE - 26,30), Yoshiaki Oiwa / The Duke of Cavan (JPN - 28,20) und Maxime Livio / Opium des Verrieres (FRA - 29,40) blieben ebenfalls unter der 30er-Marke. Andreas Dibowski und It's Me xx (38,00) rangiert auf Platz 26, Niklas Bschorer / Lord Shostakovich (38,80) werden als 28. geführt.

Als deutsche Einzelreiter sind Antje Schöniger / FST Schoensgreen Quebec (10. mit 32,00 Punkten, Pauline Knorr / Starlight (22. - 36,70) und Elmar Lesch / Lanzelot (24. - 37,70) vertreten. Abgeläutet werden musste Katrin Khoddam-Hazrati, da während der Aufgabe am Maul von Cosma Blut austrat.

Ohne die Leistung der Strzegom-Starter schmälern zu wollen drängt sich die Frage nach dem Stellenwert des FEI-Nations-Cup auf, wenn hier von den aktuellen Top-50 der Weltrangliste lediglich zwei (Andreas Dibowski - 22. und Maxime Livio - 26.) im Team-Wettbewerb sind.


Geballte Erfahrung: Wega und Sara Algotsson Ostholt setzen sich auf Platz eins im CCI*** / © Strzegom Horse Trials - Leszek Wójcik

In der langen ***-Prüfung wetteifern die jungen Wilden gegen die Mega-Erfahrung: Die neunfache internationale Siegerin und Olympia-Zweite von London 2012 Wega dominierte mit Sara Algotsson Ostholt die Dressur (26,00 Punkte). Eine strahlende Reiterin: "Wega war fantastisch! Sie war unglaublich zu reiten, sie liebt es, sich auf dem Dressurviereck zu präsentieren - und das hat sie heute gemacht." Dicht im Nacken sitzt Fletcha van't Verahof (sechs Siege in 3-Sterne-Prüfungen) und Karin Donckers (BEL - 26,80). Ganz knapp dahinter (27,10) Christoph Wahler, Mitglied der DOKR-Perspektivgruppe, mit Carjatan S in ihrer ersten gemeinsamen ***-Saison, die mit der Empfehlung des 7. Platzes in Luhmühlen nach Polen angereist sind.

Ein Auszug aus der Vita: Zweiter in Badminton, 6. Platz beim CCI**** in Luhmühlen, 9. der Weltmeisterschaft in Caen, mehrere Siege in kurzen und langen 3-Sterne-Prüfungen, dabei auch Deutscher Meister, Nationenpreissieger in Fontainebleau und Houghton Hall (2 x)  - So is et und sein ständiger Reiter Andreas Ostholt liegen vor dem Cross auf Rang 4.

Dirk Schrade hat Unteam de la Cense in diesem Jahr auch auf das ***-Niveau gebracht: Aktuell 5. mit 30,10 Punkten. Direkt gefolgt von einem weiteren Novizen: Der achtjährige Jaguar Mail-Sohn Jum Jum unter dem Sattel von Züchter Frank Ostholt (31,90), im vergangenen Jahr 9. der Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde. Mit Leonie Kuhlmann / Cascora (8. - 32,30 Punkte) und Ben Leuwer / BG Urlanmore Prince (9. - 33,30) sind zwei weitere Deutsche aktuell in den Top-Ten. 

Kai Rüder und der bisher überwiegend im Springparcours eingesetzte Chicago M wurden im CCI** von beiden Richtern auf den ersten Platz gesetzt (25,10 Punkte) und führen nach der Dressur vor Sara Algotsson Ostholt, die die beiden nächsten Plätze besetzt (Arpertina - 26,40 und Cesar V - 26,60).

Im CIC** bekamen Andreas Dibowski und seine potentielle WM-Partnerin FRH Corrida von Judy Hancock (GBR) die beste Tagesbewertung (74,38 %). Wolf G. Müller (AUT) sah das Paar allerdings "nur" auf Rang 5 - im Mittel Platz 3 mit 27,40 Punkten. Und damit direkt von Julia Krajewski / Amande de B'Néville (27,60) und Ben Leuwer / C'est la Vie (28,50). Gemeinsam in Führung (26,80) sind Maxime Livio (FRA) / Ariano du Quinze und Mateusz Kiempa (POL) Libertina.

Bestplaziert aus deutscher Sicht im CCI* ist aktuell Sophie Grieger / Costakovich (2. mit 26,00 Punkten), die damit ihr sehr gutes Dressurergebnis aus Radolfzell bestätigte. Nur eine Geländesekunde Rückstand hat sie auf Pawel Warszawski (POL) / Hummer (25,70).

Die beste Dressurleistung über alle internationalen Prüfungen hinweg präsentierte Pia Münker mit der erst siebenjährigen Dunkin Donut M im CIC* (19,30 Punkte). Eine gute Ausbildung und Donnerhall und Rubinstein im väterlichen Pedigree halfen bei diesem Spitzenergebnis. Bleibt zu hoffen, dass sich morgen der mütterliche Großvater von seiner besten Seite zeigt: Heraldik xx.

29.6.2018 - Klaus Kurk

Alle Details gibt es    hier    .

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